Die Kamera fürs Motiv: Zoom statt Smartphone
Die meisten Urlaubsfotos entstehen mit dem Smartphone, und bei Menschen in der Nähe reicht das oft. Schwierig wird es bei Motiven in der Ferne. Dafür stehen hier zwei Kompaktkameras: eine mit sehr langem Zoom und eine, die in jede Tasche passt.
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Panasonic LUMIX DC-TZ99 Travel Zoom, 24-720 mm
Ihr 30-facher Zoom reicht laut Panasonic von 24 bis 720 mm und holt vom Aussichtspunkt auch den Kirchturm im Tal heran. Dazu nennt der Hersteller einen 20,3-MP-Sensor, 4K-Video, einen klappbaren Touch-Monitor für Selfies und einen Akku, der per USB-C lädt.
Am besten für: Reisen mit Motiven in der Ferne, etwa Berge, Türme und Tiere, bei denen der Zoom des Smartphones nicht mehr reicht
Canon IXUS 285 HS A, 12-fach optischer Zoom
Die IXUS ist laut Canon eine schlanke Kamera im Metallgehäuse, die in jede Tasche passt, auch in die Jackentasche. Sie bringt 20,2 MP und einen 12-fach optischen Zoom mit und schickt die Fotos über WLAN und NFC ans Smartphone.
Am besten für: Tagesausflüge und Familienurlaub, wenn die Kamera einfach mit soll und unterwegs nichts eingestellt werden muss
Tipp
Erst überlegen, was fotografiert werden soll: Wer Landschaft und Gebäude aus der Ferne will, braucht den langen Zoom. Wer vor allem Menschen in der Nähe fotografiert, kommt mit zwölffach aus und trägt weniger.
Für Wasser, Bewegung und den Rundumblick
Am Strand, im Wasser und auf dem Rad bleibt eine empfindliche Kamera besser in der Tasche. Dort arbeiten kleine Action- und 360-Grad-Kameras, die filmen, ohne dass jemand zielt.
Kompakte Action Cam mit 4K-Video (GoPro HERO)
GoPro nennt für die HERO 86 g Gewicht, 4K-Video und 12-MP-Fotos. Wasserdicht ist sie laut Hersteller bis 5 m, und auf der Rückseite sitzt ein Touchscreen, über den Aufnahmemodus und Einstellungen gewechselt werden.
Am besten für: Strand, Schnorcheln und Radtouren, wo eine Kamera nass werden oder an der Ausrüstung hängen darf
Insta360 X4 Air, 165 g leichte 8K-360-Grad-Actionkamera, Standard-Bundle
Die X4 Air wiegt laut Hersteller nur 165 g und filmt mit zwei Objektiven in 8K rundherum. Das Prinzip nennt Insta360 „erst aufnehmen, dann ausrichten“: Der Bildausschnitt wird hinterher in der App gewählt. Die Linsen lassen sich laut Hersteller austauschen, wenn sie beschädigt sind.
Am besten für: Reisende, die im Gehen filmen und den Bildausschnitt erst am Abend festlegen wollen
DJI Osmo 360 Standard Combo, 360-Grad-Kamera mit 8K-Video
DJI nennt für die Osmo 360 Aufnahmen mit 1-Zoll-Sensor und 8K-Video rundherum. In der Kamera ist ein 105-GB-Speicher eingebaut, mit dem sie laut Hersteller auch ohne Speicherkarte filmt, bis zu 190 Minuten am Stück.
Am besten für: lange Reisetage und Abende in der Stadt, an denen keine Speicherkarte voll werden soll
Tipp
Eine 360-Grad-Kamera ersetzt keine Fotokamera, sie ergänzt sie: Für Panoramen und Videos im Gehen ist sie gemacht, für das eine Foto vom Motiv in der Ferne nicht. Wer nur eine Kamera mitnimmt, nimmt eine aus dem ersten Block.
Speicher und Transport: damit die Bilder heil nach Hause kommen
Ein Urlaub voller Fotos hängt am Ende an einer kleinen Karte und an der Tasche, in der die Kamera reist. Beides ist schnell vergessen und unterwegs schwer zu ersetzen.
SDXC-Speicherkarte 128 GB (SanDisk Extreme PRO)
SanDisk nennt bis zu 170 MB/s Übertragung und die Klassen U3 und V30, gedacht für ruckelfreie 4K-Videoaufnahmen. Die Karte ist laut Hersteller wasserdicht, stoßfest und temperaturbeständig.
Am besten für: eine zweite Karte im Gepäck, damit eine volle oder verlorene Karte nicht die Bilder des ganzen Urlaubs kostet
Kamerarucksack (Lowepro Fastpack BP 250 AW III)
Lowepro nennt Platz für eine spiegellose oder DSLR-Kamera mit zwei bis drei weiteren Objektiven, dazu ein Laptopfach für bis zu 13 Zoll. Über eine Klappe ist die Kamera im Schnellzugriff erreichbar, und eine Regenhaube liegt bei.
Am besten für: Reisen mit Laptop und größerer Kamera, bei denen beides in einen Rucksack passen soll
Tipp
Vor der Abreise in der Beschreibung der Kamera nachsehen, welche Karte sie nimmt: Viele Kompaktkameras schreiben auf SD, viele Action Cams auf microSD. Unterwegs die Bilder einmal sichern, etwa auf Laptop oder Smartphone, bevor die Karte wieder gelöscht wird.
Die komplette Auswahl auf einen Blick
- Panasonic LUMIX DC-TZ99 Travel Zoom, 24-720 mm
- Canon IXUS 285 HS A, 12-fach optischer Zoom
- Kompakte Action Cam mit 4K-Video (GoPro HERO)
- Insta360 X4 Air, 165 g leichte 8K-360-Grad-Actionkamera, Standard-Bundle
- DJI Osmo 360 Standard Combo, 360-Grad-Kamera mit 8K-Video
- SDXC-Speicherkarte 128 GB (SanDisk Extreme PRO)
- Kamerarucksack (Lowepro Fastpack BP 250 AW III)
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Häufige Fragen
Reicht das Smartphone für Urlaubsfotos nicht aus?
Für Menschen in der Nähe, Essen und Straßenszenen oft schon. Schwierig wird es bei Motiven in der Ferne: Der optische Zoom einer Reisekamera holt heran, wo das Smartphone digital vergrößert und Details verliert. Wer viel Landschaft, Tiere oder Gebäude aus der Ferne fotografiert, hat mit einer Kompaktkamera mit langem Zoom mehr davon.
Was gehört neben der Kamera ins Gepäck?
Ein Ladekabel oder ein zweiter Akku, eine Ersatz-Speicherkarte und eine Tasche, in der die Kamera gepolstert und trocken liegt. Für Fernreisen kommt ein Adapter für die Steckdosen des Reiselands dazu.
Lohnt sich eine 360-Grad-Kamera für den Urlaub?
Wenn gefilmt werden soll, oft ja: Sie nimmt alles rundherum auf, und der Ausschnitt wird hinterher gewählt. Für einzelne Fotos von einem Motiv ist eine Kompaktkamera einfacher. Als grobe Regel: Stadt und Aussicht eher Zoom, Strand und Bewegung eher Action- oder 360-Grad-Kamera.
Wie schütze ich die Kamera am Strand?
Sand und Salzwasser sind die größten Gefahren. Eine wasserdichte Action Cam darf ins Wasser; eine Kompaktkamera bleibt in der Tasche, bis sie gebraucht wird, und wird nicht mit sandigen Fingern geöffnet. Die Klappe von Akku- und Kartenfach ist die empfindlichste Stelle.