Tipps & Hintergrundwissen
Erst die Zoomfrage, dann alles andere
Die eine Zahl, an der sich diese Geräte wirklich unterscheiden, ist der optische Zoom. Er bewegt Linsen und holt ein Motiv tatsächlich heran; alles, was „digital“ heißt, ist ein hochgerechneter Bildausschnitt, den ein Telefon hinterher genauso erzeugt. Wer vom Aussichtspunkt den Turm im Tal will, braucht dreißigfach; wer das Kind auf der anderen Straßenseite fotografiert, kommt mit zwölffach aus; wer ohnehin nah dran steht, kann sich die Frage sparen und stattdessen auf Größe und Gewicht sehen.
Wer sich selbst im Bild sehen will, findet in dieser Klasse zwei Lösungen. Die eine ist ein Display, das sich um 180 Grad nach vorn klappt; die andere ein zweites, kleines Display oder Objektiv auf der Vorderseite. Das Klappdisplay ist größer und zeigt mehr, die Zweitschirm-Lösung bleibt dünner und hat kein Scharnier, das ausleiern kann. Beides gibt es unter 150 Euro — allerdings in der Regel nicht zusammen mit langem optischem Zoom.
Alle Empfehlungen im Überblick
| Kategorie | Produkt | Kurz erklärt | |
|---|---|---|---|
| Reisezoom 30-fach | Panasonic LUMIX DC-TZ99 Travel Zoom, 24-720 mm | Das Gerät für die Reise | Ansehen → |
| Immerdabei, Metall | Canon IXUS 285 HS A, 12-fach optischer Zoom | Die klassische Jackentaschen-Kamera | Ansehen → |
| Zwei Objektive | Rollei Powerflex Compact, 5-fach optischer Zoom | Eine Kompakte mit zwei Objektiven | Ansehen → |
| Klappdisplay | AUREAPIX Digitalkamera mit 3,5-Zoll-Klappdisplay | Der Bildschirm ist hier das Argument | Ansehen → |
| Optischer Zoom, leicht | Rollei Compactline 12X, Dual Screen, 123 Gramm | Die leichteste Kamera dieser Auswahl mit echtem Telezoom | Ansehen → |
| Zwei Bildschirme | Zostuic Digitalkamera mit Front- und Hauptdisplay | Dieselbe Idee wie nebenan, eine Preisklasse tiefer | Ansehen → |
| Akku-Ausdauer | HAMBEA Digitalkamera 4K, 3-Zoll-Bildschirm | Die Ausstattung ist hier das Argument | Ansehen → |
| Einstieg | AgfaPhoto Realishot DC5200, 21 MP | Der einfachste Weg zu einer eigenen Kamera | Ansehen → |
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Unsere Empfehlungen für Kompaktkameras
Panasonic LUMIX DC-TZ99 Travel Zoom, 24-720 mm
Das Gerät für die Reise: 30-facher Zoom von 24 bis 720 Millimetern mit Leica-Objektiv und fünfachsiger Stabilisierung, dazu ein klappbarer Touch-Monitor mit 1,84 Millionen Bildpunkten. Wer vom Aussichtspunkt den Kirchturm im Tal heranholen will, findet auf dieser Seite nichts Längeres. Laden geht per USB-C, RAW und ein manueller Objektivring sind laut Hersteller an Bord.
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Vorteile
- 30-facher Zoom von 24 bis 720 mm mit Leica-Objektiv laut Hersteller
- klappbarer Touch-Monitor mit 1,84 Mio Bildpunkten laut Hersteller
- RAW-Format und manueller Objektivring laut Hersteller
Nachteile
- mit Abstand das teuerste Gerät dieser Auswahl
- 20,3 Megapixel laut Hersteller, nominell weniger als die Einsteigergeräte hier
Canon IXUS 285 HS A, 12-fach optischer Zoom
Die klassische Jackentaschen-Kamera: schlankes Metallgehäuse, 20,2 Megapixel, zwölffacher optischer Zoom und WLAN samt NFC zum Weitergeben ans Telefon. Sie ist die Antwort auf die Frage, warum man neben dem Handy noch etwas mitnimmt — mehr Zoom, ein echter Auslöser, und sie liegt in der Hand statt zu rutschen.
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Vorteile
- Metallgehäuse laut Hersteller, passt in die Jackentasche
- 12-fach optischer Zoom laut Hersteller
- WLAN und NFC zum Teilen laut Hersteller
Nachteile
- Full-HD-Video laut Hersteller, kein 4K wie bei den Geräten darunter
- fester Monitor, kein Klappdisplay für Selbstaufnahmen
Rollei Powerflex Compact, 5-fach optischer Zoom
Eine Kompakte mit zwei Objektiven: Ein Druck auf die Wechseltaste schaltet von der Rückkamera auf die nach vorn gerichtete, ohne dass ein Display umgeklappt werden muss. Dazu ein 2,8-Zoll-Touchscreen, fünffacher optischer Zoom, acht Aufnahmemodi vom Zeitraffer bis zur Zeitlupe und eine Aufbewahrungstasche im Karton.
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Vorteile
- zweites Objektiv nach vorn per Wechseltaste laut Hersteller
- 2,8-Zoll-Touchscreen zur Bedienung laut Hersteller
- Aufbewahrungstasche liegt bei laut Hersteller
Nachteile
- 5-fach optischer Zoom laut Hersteller, der kürzeste Telebereich dieser Auswahl
- das Display sitzt fest, für Selbstaufnahmen dient das zweite Objektiv
AUREAPIX Digitalkamera mit 3,5-Zoll-Klappdisplay
Der Bildschirm ist hier das Argument: 3,5 Zoll, um 180 Grad klappbar, damit man sich beim Filmen selbst sieht. Autofokus, HDR und ein 20-facher Digitalzoom kommen dazu, die Übertragung ans Telefon läuft per WLAN über die Hersteller-App. Im Karton liegen eine 32-GB-Karte und zwei Akkus — beides muss man sonst nachkaufen.
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Vorteile
- 3,5-Zoll-Display klappt um 180 Grad laut Hersteller
- 32-GB-Speicherkarte und zwei Akkus liegen bei laut Hersteller
- WLAN-Übertragung ans Telefon per App laut Hersteller
Nachteile
- der 20-fache Zoom ist laut Hersteller ein Digitalzoom, kein optischer
- die 96-Megapixel-Angabe nennt keinen Sensorwert
Rollei Compactline 12X, Dual Screen, 123 Gramm
Die leichteste Kamera dieser Auswahl mit echtem Telezoom: 123 Gramm, knapp zehn Zentimeter lang — und trotzdem zwölffacher optischer Zoom. Vorn sitzt ein zusätzliches 1,54-Zoll-Display für Selbstaufnahmen, hinten ein 2,88-Zoll-Monitor; ein Knopf oben schaltet zwischen beiden um.
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Vorteile
- 12-fach optischer Zoom laut Hersteller
- zweites Display vorn für Selbstaufnahmen laut Hersteller
- 123 Gramm und 9,96 cm Länge laut Hersteller
Nachteile
- hinteres Display mit 2,88 Zoll laut Hersteller, kleiner als das Klappdisplay hier
- bedient wird über Tasten, einen Touchscreen nennt der Hersteller nicht
Zostuic Digitalkamera mit Front- und Hauptdisplay
Dieselbe Idee wie nebenan, eine Preisklasse tiefer: 1,54 Zoll vorn für die Vorschau beim Selbstauslösen, 2,8 Zoll hinten für alles andere. Der Hersteller nennt eine sechsachsige Bildstabilisierung, HDR gegen Gegenlicht und eine Blende von F1,8; zwei Akkus mit je 1050 Milliamperestunden liegen bei.
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Vorteile
- Frontbildschirm zusätzlich zum Hauptdisplay laut Hersteller
- sechsachsige Bildstabilisierung laut Hersteller
- zwei Akkus im Lieferumfang laut Hersteller
Nachteile
- der 16-fache Zoom ist laut Hersteller ein Digitalzoom, kein optischer
- 2,8-Zoll-Hauptdisplay laut Hersteller, ohne Klappmechanismus
HAMBEA Digitalkamera 4K, 3-Zoll-Bildschirm
Die Ausstattung ist hier das Argument: ein 1500-Milliamperestunden-Akku, deutlich mehr als die 1050 der Nachbarn, dazu eine Speicherkarte im Karton und ein 3-Zoll-Bildschirm, der Aufnahmen samt Ton wiedergibt. Drei Fokusmodi lassen sich umschalten — halbautomatisch, vollautomatisch, Festfokus.
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Vorteile
- 1500-mAh-Akku und Speicherkarte liegen bei laut Hersteller
- 3-Zoll-Bildschirm gibt Aufnahmen mit Ton wieder laut Hersteller
- drei Fokusmodi zum Umschalten laut Hersteller
Nachteile
- der Hersteller nennt einen 13-Millionen-Sensor, die 64 Megapixel entstehen rechnerisch
- der 18-fache Zoom ist laut Hersteller ein Digitalzoom
AgfaPhoto Realishot DC5200, 21 MP
Der einfachste Weg zu einer eigenen Kamera: 21 Megapixel, 2,4-Zoll-Bildschirm, HD-Video, ein digitaler Bildstabilisator und Gesichtserkennung. Kein Menü zum Einarbeiten, ein Auslöser und ein Blitz mit Rote-Augen-Reduzierung — gedacht für alle, die eine Kamera zum Draufdrücken wollen statt eine zum Einstellen.
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Vorteile
- Bildstabilisator, Gesichtserkennung und Selbstauslöser laut Hersteller
- Blitz mit Rote-Augen-Reduzierung laut Hersteller
- wiederaufladbarer Lithium-Akku statt Wegwerfbatterien laut Hersteller
Nachteile
- HD 720p laut Hersteller, das schwächste Video dieser Auswahl
- die SD-Karte ist laut Hersteller nicht im Lieferumfang
Ratgeber: Zoom, Größe, Datenblatt, Lieferumfang
Sortiert nach der Reihenfolge, in der die Fragen beim Kauf wirklich auftauchen: erst wie weit die Kamera sehen soll, dann wie groß sie sein darf, dann was die Datenblätter verschweigen — und zum Schluss, was im Karton fehlt.
Wie weit soll sie sehen?
Die Reisezoom-Klasse fängt bei zehnfachem optischem Zoom an und reicht bis dreißigfach; dort sitzt das teuerste Gerät dieser Seite, und man merkt es beim Auspacken: Das Objektiv fährt in drei Stufen aus und ist im Betrieb länger als die Kamera tief. Darunter stehen Geräte mit fünf- bis zwölffachem optischem Zoom, die deutlich flacher bleiben. Die Faustregel für die Reise: Alles bis zwölffach passt noch in eine Jackentasche, darüber braucht es eine kleine Tasche.
Wie klein darf sie werden?
Unter den Geräten dieser Seite liegen zwischen dem leichtesten und dem schwersten rund dreihundert Gramm — das ist der Unterschied zwischen „vergisst man in der Jackentasche“ und „nimmt man bewusst mit“. Wer eine Kamera will, die immer dabei ist, sollte die Gewichtsangabe vor der Megapixelzahl lesen. Ein Metallgehäuse wiegt dabei mehr als Kunststoff und hält auch mehr aus; wer die Kamera lose in den Rucksack wirft, fährt damit besser.
Was die Datenblätter verschweigen
In der Klasse unter 150 Euro stehen Megapixelzahlen in den Anzeigen, die aus Hochrechnung entstehen statt aus dem Sensor. Ein Gerät dieser Seite nennt beides im selben Absatz: einen Sensor mit dreizehn Millionen Bildpunkten und eine Werbezahl von 64 Megapixeln. Das ist kein Betrug — die Kamera speichert die Datei tatsächlich in dieser Größe —, es sagt nur nichts über die Bildqualität. Wer vergleichen will, nimmt den optischen Zoom, die Displaygröße und das Gewicht; diese drei Angaben lassen sich nicht hochrechnen.
Was im Karton fehlt, und was es kostet
Der Akku liegt bei jedem Gerät dieser Seite bei, die Speicherkarte nicht immer: Zwei Modelle legen eine mit, eines schreibt ausdrücklich, dass sie fehlt. Eine Karte mit 64 Gigabyte kostet wenig und reicht für ein paar tausend Fotos oder gut eine Stunde 4K-Video. Der zweite Punkt ist der Ersatzakku: Zwei Geräte legen ihn bei, bei den übrigen lohnt er sich für die erste längere Reise — die Zellen in dieser Klasse sind klein, und Video kostet am meisten.
Laden, Übertragen, Weitergeben
USB-C hat sich durchgesetzt; geladen wird an derselben Powerbank wie das Telefon, ein eigenes Netzteil liegt meist nicht mehr bei. Für den Weg vom Speicher aufs Telefon gibt es zwei Wege: WLAN über eine App des Herstellers oder das Kabel an den Rechner. Der App-Weg ist unterwegs bequemer und hängt an der Pflege des Herstellers — wer darauf Wert legt, sieht vor dem Kauf nach, ob es die App noch gibt und wann sie zuletzt aktualisiert wurde.
Häufige Fragen zu Kompaktkameras
Optischer oder digitaler Zoom — worin liegt der Unterschied?
Der optische Zoom bewegt Linsen und holt das Motiv wirklich heran; die Bildqualität bleibt dabei erhalten. Der Digitalzoom schneidet nur einen Ausschnitt aus dem vorhandenen Bild und rechnet ihn hoch — dasselbe kann jedes Handy hinterher auch. Wenn ein Datenblatt eine große Zoomzahl nennt, steht die entscheidende Angabe deshalb im Wort davor. Auf dieser Seite tragen vier Geräte optischen Zoom, von fünffach bis dreißigfach.
Lohnt sich eine Kompaktkamera neben dem Smartphone überhaupt noch?
Für zwei Dinge ja. Das erste ist Reichweite: Ein Telefon rechnet den Ausschnitt hoch, eine Reisezoom-Kamera fährt das Objektiv aus und kommt optisch auf ein Vielfaches. Das zweite ist die Bedienung — ein eigener Auslöser, ein Griffwulst und eine Kamera, die nicht klingelt, während man fotografiert. Wer nur gelegentlich ein Foto macht und nie weiter als einige Meter, braucht dagegen kein zweites Gerät.
Was bedeutet die Megapixel-Angabe bei den günstigen Modellen?
Sie ist mit Vorsicht zu lesen. Mehrere Geräte in diesem Preisbereich nennen eine hohe Megapixelzahl, die rechnerisch aus einem kleineren Sensor entsteht — bei einem Modell dieser Seite steht die Sensorangabe sogar im selben Absatz wie die Werbezahl. Entscheidend für das Bild ist die Sensorgröße, und die nennen die Datenblätter in dieser Klasse selten. Als Orientierung taugt eher der optische Zoom.
Was sollte im Karton liegen, damit die Kamera sofort einsatzbereit ist?
Akku, Ladekabel und eine Speicherkarte. Der Akku ist bei allen Geräten dieser Seite dabei, die Speicherkarte nicht — zwei Modelle legen sie bei, eines nennt ausdrücklich, dass sie fehlt. Ein zweiter Akku ist die nützlichere Zugabe, als sie klingt: Kompaktkameras haben kleine Zellen, und ein Tag mit vielen Videos ist schneller vorbei als erwartet.