Tipps & Hintergrundwissen
Erst das Objektivsystem, dann das Gehäuse
Das Gehäuse tauscht man nach einigen Jahren, die Objektive behält man. Canon RF, Nikon Z, Sony E, Fujifilm X und der L-Mount von Panasonic passen nicht aufeinander. Wer heute eine Canon EOS R100 kauft und später ein Teleobjektiv für Tiere will, kauft es für den RF-Anschluss. Deshalb lohnt der Blick in das Objektivangebot der Marke mehr als der in die Megapixelzahl des Gehäuses.
Die zweite Frage ist die Sensorgröße. APS-C ist das Einsteigerformat: kleinere, leichtere und günstigere Objektive, dazu ein Bildwinkel, der jede Brennweite verlängert. Vollformat sammelt mehr Licht und trennt Motiv und Hintergrund stärker, kostet aber bei Gehäuse und Objektiven mehr. Sechs Kameras dieser Seite tragen APS-C, zwei Vollformat.
Alle Empfehlungen im Überblick
| Kategorie | Produkt | Kurz erklärt | |
|---|---|---|---|
| Günstiger Einstieg | Canon EOS R100 mit RF-S 18–45 mm | Der günstigste Weg in ein Wechselobjektiv-System auf dieser | Ansehen → |
| Für Video und Vlog | Canon EOS R50 Creator Kit mit RF-S 18–45 mm | Dieselbe Objektivreihe wie die EOS R100, aber mit dem Dual | Ansehen → |
| Leicht für die Reise | Fujifilm X-T30 III mit XC13-33mm | Mit 378 g Gewicht laut Hersteller die leichteste Kamera, zu | Ansehen → |
| Zwei Objektive im Set | Nikon Z50II mit 16-50 DX und 50-250 DX | Das einzige Set dieser Seite mit zwei Objektiven | Ansehen → |
| Video-Allrounder | Sony Alpha 6700 mit 16–50 mm II | Für alle, die mehr filmen als fotografieren | Ansehen → |
| Tempo und Reisezoom | Canon EOS R7 mit RF-S 18–150 mm | Für Sport und Tiere gebaut | Ansehen → |
| Leichtes Vollformat | Canon EOS R8 mit RF 24–50 mm | Der Einstieg ins Vollformat | Ansehen → |
| Vollformat für Filmer | Panasonic LUMIX S5II mit LUMIX 18-40mm | Die Vollformatkamera für alle, die vor allem filmen | Ansehen → |
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Empfehlungen für Systemkameras
Preislage auf dieser Seite: € günstiger bis €€€ teurer
Canon EOS R100 mit RF-S 18–45 mm
Preisklasse€€€Der günstigste Weg in ein Wechselobjektiv-System auf dieser Seite: APS-C-Sensor mit 24,1 Megapixeln, Dual Pixel Autofokus mit Augen- und Gesichtserkennung und 4K-Video laut Hersteller. Das Kit-Objektiv RF-S 18–45 mm stabilisiert optisch bis zu 4 Stufen. Wer später mehr Brennweite will, setzt auf denselben Anschluss ein RF-S 55–210 mm oder ein RF 75–300 mm.
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Vorteile
- 24,1 Megapixel APS-C-Sensor laut Hersteller
- Augen- und Gesichtserkennung im Autofokus laut Hersteller
- günstigste Kamera dieser Auswahl
Nachteile
- Serienbilder mit bis zu 6,5 Bildern pro Sekunde, die EOS R7 schafft laut Hersteller 15
- kurzes Kit-Objektiv, für Tiere und Sport braucht es ein zweites
Canon EOS R50 Creator Kit mit RF-S 18–45 mm
Preisklasse€€€Dieselbe Objektivreihe wie die EOS R100, aber mit dem Dual Pixel CMOS AF II, der Personen, Tiere und Fahrzeuge erkennt und verfolgt. Der APS-C-Sensor hat 24,2 Megapixel, Video läuft als 4K mit 30p, herunterskaliert aus 6K, dazu kommt eine 4-fache Zeitlupe laut Hersteller. Über Bluetooth und WLAN gehen Fotos direkt ans Smartphone.
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Vorteile
- 4K mit 30p, herunterskaliert aus 6K, laut Hersteller
- Autofokus erkennt Personen, Tiere und Fahrzeuge laut Hersteller
- Bluetooth und WLAN zum Teilen ans Smartphone
Nachteile
- deutlich teurer als die EOS R100 mit demselben Kit-Objektiv
- 4K nur mit 30p, die EOS R8 filmt laut Hersteller bis 60 Bilder pro Sekunde
Fujifilm X-T30 III mit XC13-33mm
Preisklasse€€€Mit 378 g Gewicht laut Hersteller die leichteste Kamera, zu der hier ein Gewicht genannt ist, samt kompaktem Zoom XC13-33mm. Der X-Trans-Sensor im APS-C-Format hat 26,1 Megapixel, der Autofokus erkennt Menschen, Tiere und Fahrzeuge. Dazu kommen 20 Filmsimulationen nach analogen Filmsorten, ein Klappdisplay und ein Reels-Modus für 9:16-Video.
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Vorteile
- 378 g Gewicht laut Hersteller
- 20 Filmsimulationen nach analogen Filmsorten laut Hersteller
- Klappdisplay und Reels-Modus für 9:16-Video
Nachteile
- kurzer Zoombereich des Kit-Objektivs XC13-33mm
- Bildstabilisierung für Video laut Hersteller digital
Nikon Z50II mit 16-50 DX und 50-250 DX
Preisklasse€€€Das einzige Set dieser Seite mit zwei Objektiven: Zum Standardzoom 16-50 DX liegt das Telezoom 50-250 DX bei, damit sind Landschaft und das Tier am anderen Ufer ohne Zukauf abgedeckt. Die Z50II hat 20,9 Megapixel, filmt in 4K und erkennt laut Hersteller 9 Motivarten, darunter Menschen, Katzen, Hunde, Vögel, Autos, Flugzeuge und Züge. Farblooks kommen über Picture Control und die kostenlose Nikon Imaging Cloud.
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Vorteile
- Telezoom 50-250 DX im Set
- Erkennung von 9 Motivarten laut Hersteller
- Farblooks über die Nikon Imaging Cloud
Nachteile
- 20,9 Megapixel, die wenigsten dieser Auswahl
- teurer als die Kits mit einem Objektiv von Canon EOS R100, EOS R50 und Fujifilm X-T30 III
Sony Alpha 6700 mit 16–50 mm II
Preisklasse€€€Für alle, die mehr filmen als fotografieren: 4K 120p für Zeitlupen, 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse und ein KI-Autofokus mit eigener Recheneinheit laut Hersteller. Der Exmor-R-Sensor hat 26 MP, Serien laufen mit 11 Bildern pro Sekunde. Über die Creators' App geht es ans Smartphone, und die Kamera lässt sich als 4K-Webcam nutzen. Im Karton liegt das Power-Zoom 16–50 mm II, aber kein Ladegerät.
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Vorteile
- 4K 120p für Zeitlupen laut Hersteller
- 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse
- als 4K-Webcam nutzbar laut Hersteller
Nachteile
- kein Ladegerät und kein USB-C-Kabel im Lieferumfang laut Hersteller
- unter den APS-C-Kameras dieser Auswahl nur von der EOS R7 im Preis übertroffen
Canon EOS R7 mit RF-S 18–150 mm
Preisklasse€€€Für Sport und Tiere gebaut: bis zu 15 Bilder pro Sekunde, mit elektronischem Verschluss 30, dazu 32,5 Megapixel auf dem APS-C-Sensor laut Hersteller. Das Kit-Objektiv RF-S 18–150 mm ist ein Reisezoom mit 8,3-fachem Bereich, umgerechnet 29–240 mm Brennweite, von der Landschaft bis zum Vogel im Baum. Der Bildstabilisator im Gehäuse arbeitet mit dem des Objektivs zusammen.
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Vorteile
- bis zu 15 Bilder pro Sekunde laut Hersteller
- 32,5 Megapixel, die meisten dieser Auswahl
- Reisezoom 18–150 mm im Set
Nachteile
- teuerste Kamera dieser Auswahl
- APS-C-Sensor zu einem Preis über dem der Vollformat-Kamera EOS R8
Canon EOS R8 mit RF 24–50 mm
Preisklasse€€€Der Einstieg ins Vollformat: 24,2 Megapixel auf dem großen Sensor und mit 461 g laut Hersteller Canons leichteste Vollformatkamera. Video läuft in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, oversampelt aus 6K, mit Canon Log 3 für die spätere Farbkorrektur. Ein Schalter wechselt zwischen Foto- und Videomodus, und die Kamera lässt sich als Webcam nutzen.
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Vorteile
- Vollformat-Sensor mit 24,2 Megapixeln laut Hersteller
- 461 g laut Hersteller
- 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, oversampelt aus 6K
Nachteile
- kurzes Kit-Objektiv RF 24–50 mm
- teurer als die Vollformat-Kamera LUMIX S5II dieser Auswahl
Panasonic LUMIX S5II mit LUMIX 18-40mm
Preisklasse€€€Die Vollformatkamera für alle, die vor allem filmen: unbegrenzte C4K-Aufnahme mit 60p in 10 Bit, dazu 6K mit 30p und Dual Native ISO für Video bei wenig Licht laut Hersteller. Der Sensor hat 24,2 MP, ein HighRes-Modus setzt 96 MP zusammen. Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung ist spritzwasser- und staubfest, Active I.S. gleicht Verwacklungen aus. Im Karton liegt das kurze Reiseobjektiv LUMIX 18-40mm.
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Vorteile
- unbegrenzte C4K-Aufnahme mit 60p laut Hersteller
- spritzwasser- und staubfestes Gehäuse aus Magnesiumlegierung
- Dual Native ISO für Video bei wenig Licht
Nachteile
- kurzer Brennweitenbereich des Kit-Objektivs
- 24,2 MP, nicht mehr als die EOS R50
Alle Systemkameras für Einsteiger bei Amazon
Wer ein bestimmtes Gehäuse ohne Objektiv sucht, eine Kamera mit Micro-Four-Thirds-Sensor oder ein anderes Kit, findet in der Amazon-Suche den vollständigen Bestand — die acht Kameras darüber sind eine Auswahl nach Sensor, Objektiv und Einsatz, keine Marktübersicht.
Ratgeber: Sensor, Anschluss, Kit-Objektiv, Video
Sortiert nach der Reihenfolge, in der die Fragen beim Kauf auftauchen: erst wie groß der Sensor sein soll, dann an welchen Anschluss man sich bindet, dann was das Objektiv im Karton kann. Zum Schluss die Frage, ob Video mehr als eine Nebensache ist.
APS-C oder Vollformat?
Für den Einstieg reicht APS-C fast immer. Die Kameras sind leichter, die Objektive günstiger, und der kleinere Sensor verlängert jede Brennweite um rund das Anderthalbfache. Canon nennt für das RF-S 18–150 mm der EOS R7 umgerechnet 29–240 mm. Vollformat lohnt sich, wenn oft bei wenig Licht fotografiert wird oder ein weicher Hintergrund hinter dem Porträt das Ziel ist. Auf dieser Seite sind das die Canon EOS R8 und die Panasonic LUMIX S5II.
Welcher Anschluss, welche Marke?
Wer schon Objektive besitzt, hat die Frage beantwortet: Sie passen am eigenen Anschluss, an einem fremden meist nur über einen Adapter. Wer neu anfängt, sieht nach, ob die Marke die Objektive anbietet, die er in zwei Jahren will: ein Teleobjektiv für Tiere, eine lichtstarke Festbrennweite für Porträts. Canon nennt bei seinen Kits als nächste Schritte RF-Objektive wie das RF 100–400 mm, Nikon legt der Z50II das Telezoom gleich bei.
Was das Kit-Objektiv kann und was nicht
Fast jede Kamera dieser Seite kommt mit einem kurzen Standardzoom. Es deckt Landschaft, Innenräume und Menschen ab, aber kein Tier am anderen Ufer. Zwei Ausnahmen stehen hier: Die Canon EOS R7 kommt mit einem Reisezoom bis 150 mm, die Nikon Z50II mit einem zweiten Objektiv bis 250 mm. Wer weiß, dass er weit heranholen will, spart mit einem solchen Set den späteren Zukauf.
Foto zuerst oder Video zuerst?
Alle acht Kameras filmen in 4K. Die Unterschiede liegen in den Details: Die Sony Alpha 6700 filmt laut Hersteller 4K mit 120p für Zeitlupen, die Panasonic LUMIX S5II zeichnet C4K ohne Zeitgrenze auf, die Canon EOS R8 bietet Canon Log 3 für die Farbkorrektur. Wer vor allem fotografiert, braucht das nicht und achtet eher auf Autofokus, Bildrate und das Gewicht in der Tasche.
Was im Karton fehlt
Eine Speicherkarte liegt meist nicht bei, und bei der Sony Alpha 6700 nennt der Hersteller ausdrücklich, dass Ladegerät und USB-C-Kabel fehlen. Ein zweiter Akku lohnt sich bei jeder spiegellosen Kamera: Der Sucher ist ein kleiner Bildschirm und braucht Strom, auch wenn gerade nicht ausgelöst wird.
Häufige Fragen zu Systemkameras
Was ist der Unterschied zwischen einer Systemkamera und einer Spiegelreflexkamera?
Beide haben Wechselobjektive. Die Spiegelreflexkamera lenkt das Licht über einen Klappspiegel in einen optischen Sucher, die spiegellose Systemkamera zeigt das Bild direkt vom Sensor auf einem elektronischen Sucher oder dem Display. Ohne Spiegel wird das Gehäuse kleiner und leichter, und der Sucher zeigt schon vor der Aufnahme, wie hell das Bild wird. Neue Modelle bringen die großen Hersteller fast nur noch spiegellos heraus.
Reicht das Kit-Objektiv für den Anfang?
Für Landschaft, Städtereisen und Menschen ja. Ein Standardzoom wie das RF-S 18–45 mm der Canon EOS R100 oder das XC13-33mm der Fujifilm X-T30 III deckt den Alltag ab. Für Tiere, Sport oder das Kind auf dem Fußballplatz fehlt die Reichweite. Wer das vorher weiß, nimmt besser ein Set mit Telezoom wie die Nikon Z50II oder ein Reisezoom wie bei der Canon EOS R7.
APS-C oder Vollformat, was ist für Einsteiger besser?
Für die meisten Einsteiger APS-C. Die Kameras und vor allem die Objektive sind leichter und günstiger, und die Bildqualität reicht für Ausdrucke und Bildschirm weit aus. Vollformat lohnt sich bei viel Fotografie in dunklen Räumen, bei Porträts mit weichem Hintergrund und für Video bei wenig Licht. Auf dieser Seite stehen sechs APS-C-Kameras und zwei mit Vollformat-Sensor.
Kann ich eine Systemkamera als Webcam nutzen?
Bei einigen Modellen ja, ohne zusätzliche Hardware. Sony nennt für die Alpha 6700 eine 4K-Webcam-Funktion, Canon nennt die EOS R8 und die EOS R7 UVC/UAC-kompatibel, also als Webcam am Rechner nutzbar. Für lange Videokonferenzen gehört dann ein Netzteil oder ein Akku-Ersatz dazu, sonst ist der Akku nach einer Weile leer.