Tipps & Hintergrundwissen
Erst die Räume zählen, dann die Einheiten
Die Hersteller geben die Reichweite eines Sets auf zwei Arten an: als Fläche in Quadratmetern oder als Zahl der Zimmer. Beides ist unter freiem Himmel gemessen, nicht hinter einer Stahlbetondecke. Als Faustregel reicht ein Zweierset für eine Wohnung auf einer Etage, ein Dreierset für ein Haus über zwei Etagen oder eine lange Altbauwohnung, in der zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer mehrere Wände liegen. Weitere Einheiten lassen sich bei allen Sets dieser Seite später dazukaufen.
Die zweite Frage ist die Verbindung zwischen den Einheiten. Ohne Kabel funken sie sich die Daten gegenseitig zu, und ein Teil der Funkleistung geht dafür verloren. Liegt schon ein Netzwerkkabel zwischen zwei Räumen, etwa zum Fernseher, nutzen einige Sets es als Rückverbindung — die Hersteller nennen das Backhaul. Wer das vorhat, sieht auf die Anschlüsse: zwei oder drei Netzwerkbuchsen je Einheit sind hier die Regel.
Alle Empfehlungen im Überblick
| Kategorie | Produkt | Kurz erklärt | |
|---|---|---|---|
| Einstieg, zwei Einheiten | TP-Link Deco M4 Mesh-WLAN-Set, 2er-Pack, AC1200 | Das kleinste Set dieser Auswahl | Ansehen → |
| Drei Stationen | Tenda Nova MW5G Mesh-WLAN-System, 3er-Pack, AC1200 | Drei Stationen in der Einstiegsklasse | Ansehen → |
| Wi-Fi 6, Kabel oder Funk | Cudy M1500 Mesh-System, Wi-Fi 6 AX1500, 2er-Pack | Wi-Fi 6 in der Einstiegsklasse | Ansehen → |
| Wi-Fi 6, drei Einheiten | TP-Link Deco X1500 Mesh-WLAN-Set, 3er-Pack, Wi-Fi 6 | Drei Deco X1500 mit Wi-Fi 6 und laut Hersteller 1201 Mbit/s | Ansehen → |
| Wi-Fi 7, Router bleibt | FRITZ!Mesh Set 1700, 2er-Set, Wi-Fi 7 | Zwei FRITZ!Repeater 1700 mit Wi-Fi 7 und laut Hersteller bis | Ansehen → |
| Drei Einheiten, Router bleibt | FRITZ!Mesh Set 1600, 3er-Set, Wi-Fi 6 | Drei FRITZ!Repeater 1200 AX mit Wi-Fi 6 und laut Hersteller | Ansehen → |
| Wi-Fi 7, Kabel und Funk | TP-Link Deco BE3600 Mesh-WLAN, 3er-Pack, Wi-Fi 7 | Drei Einheiten mit Wi-Fi 7 und laut Hersteller 3,6 Gbit/s im | Ansehen → |
| Tri-Band mit 6 GHz | TP-Link Deco XE75 Mesh-WLAN-Set, 3er-Pack, Wi-Fi 6E | Das Set mit dem dritten Funkband | Ansehen → |
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Unsere Empfehlungen für Mesh-WLAN-Systeme
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TP-Link Deco M4 Mesh-WLAN-Set, 2er-Pack, AC1200
Das kleinste Set dieser Auswahl: zwei Deco M4, die laut Hersteller ein Netz mit einem einzigen Netzwerknamen bilden und zusammen bis zu 260 m² abdecken. Gefunkt wird im älteren Standard AC1200 mit bis zu 867 Mbit/s auf 5 GHz, was für Streaming und Videoanrufe reicht. Jede Einheit hat zwei Gigabit-Ports, etwa für den Fernseher; eingerichtet wird über die Deco-App.
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Vorteile
- zwei Einheiten mit einem einzigen Netzwerknamen laut Hersteller
- WLAN-Abdeckung bis zu 260 m² laut Hersteller
- zwei Gigabit-Ports je Einheit laut Hersteller
Nachteile
- AC1200 ist der ältere Standard, kein Wi-Fi 6 wie bei den Sets darüber
- höchstens 1200 Mbit/s laut Hersteller, zusammen mit dem Tenda-Set der langsamste Funk dieser Auswahl
Tenda Nova MW5G Mesh-WLAN-System, 3er-Pack, AC1200
Drei Stationen in der Einstiegsklasse: Laut Hersteller verbinden sie sich automatisch miteinander und decken bis zu 300 m² ab, weitere Stationen lassen sich später ins Netz aufnehmen. Eingerichtet wird über die Tenda-WiFi-App, die auch ein Gastnetz und Online-Zeitlimits für Kinder kennt. Das Set ersetzt den Router, braucht laut Hersteller aber ein Modem davor.
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Vorteile
- drei Stationen decken bis zu 300 m² ab laut Hersteller
- weitere Stationen lassen sich ins Netz integrieren laut Hersteller
- Gastnetz und Kindersicherung in der App laut Hersteller
Nachteile
- AC1200 wie das Deco M4, kein Wi-Fi 6
- braucht laut Hersteller ein extra Modem, das Set ist selbst keins
Cudy M1500 Mesh-System, Wi-Fi 6 AX1500, 2er-Pack
Wi-Fi 6 in der Einstiegsklasse: zwei zylinderförmige Einheiten mit 110 × 154,5 mm, die laut Hersteller je bis zu 170 m² abdecken. Die Einheiten verbinden sich per Funk oder, wo ein Netzwerkkabel liegt, über das Kabel; Cudy nennt das drahtlosen und kabelgebundenen Backhaul. Dazu drei Gigabit-Anschlüsse je Gerät und ein eingebauter VPN-Client mit WireGuard.
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Vorteile
- drahtloser und kabelgebundener Backhaul laut Hersteller
- bis zu 170 m² pro Gerät laut Hersteller
- VPN-Client mit WireGuard eingebaut laut Hersteller
Nachteile
- Dualband ohne das 6-GHz-Band des Deco XE75
- für das Zweierset nennt das Datenblatt dieselben 170 m² wie für ein Gerät, eine Gesamtfläche bleibt offen
TP-Link Deco X1500 Mesh-WLAN-Set, 3er-Pack, Wi-Fi 6
Drei Deco X1500 mit Wi-Fi 6 und laut Hersteller 1201 Mbit/s auf 5 GHz, dazu zwei Gigabit-Anschlüsse an jeder Einheit und ein Netzwerkkabel im Karton. TP-Link empfiehlt das Set für Häuser mit 4-5 Schlafzimmern. Eine Einschränkung schreibt der Hersteller selbst dazu: Wi-Fi 6 gilt nur für 5 GHz, auf 2,4 GHz funkt das Set im älteren Standard. Erweitern lässt es sich mit jedem anderen Deco-Modell.
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Vorteile
- drei Einheiten mit Wi-Fi 6 laut Hersteller
- mit jedem anderen Deco-Modell erweiterbar laut Hersteller
- zwei Gigabit-Anschlüsse pro Einheit laut Hersteller
Nachteile
- Wi-Fi 6 gilt laut Hersteller nur für 5 GHz
- auf 2,4 GHz höchstens 300 Mbit/s laut Hersteller
FRITZ!Mesh Set 1700, 2er-Set, Wi-Fi 7
Zwei FRITZ!Repeater 1700 mit Wi-Fi 7 und laut Hersteller bis zu 3.600 MBit/s, gedacht für Wohnungen mit bis zu 5 Zimmern. Der Unterschied zu den meisten Sets hier: Es ersetzt den vorhandenen Router nicht, sondern ergänzt ihn und funktioniert laut Hersteller mit jedem bestehenden Modemrouter, einem Glasfasermodem oder einer FRITZ!Box. Wer die Box vom Anbieter behalten will, bekommt so trotzdem ein Mesh.
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Vorteile
- Wi-Fi 7 bis zu 3.600 MBit/s laut Hersteller
- funktioniert mit dem vorhandenen Router laut Hersteller
- Plug-and-Play-Einrichtung in wenigen Minuten laut Hersteller
Nachteile
- zwei Einheiten, laut Hersteller für bis zu 5 Zimmer
- keine Flächenangabe in Quadratmetern, nur die Zahl der Zimmer
FRITZ!Mesh Set 1600, 3er-Set, Wi-Fi 6
Drei FRITZ!Repeater 1200 AX mit Wi-Fi 6 und laut Hersteller bis zu 3.000 MBit/s, für Wohnungen mit bis zu 7 Zimmern. Wie das Zweierset daneben ergänzt es den vorhandenen Router, statt ihn zu ersetzen, und arbeitet laut Hersteller mit jedem Modemrouter, Glasfasermodem oder einer FRITZ!Box zusammen. Die dritte Einheit ist der Grund für die größere Zimmerzahl.
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Vorteile
- drei Einheiten für bis zu 7 Zimmer laut Hersteller
- funktioniert mit dem vorhandenen Router laut Hersteller
- Made in Europe laut Hersteller
Nachteile
- Wi-Fi 6 statt Wi-Fi 7 wie beim Zweierset 1700
- keine Flächenangabe in Quadratmetern, nur die Zahl der Zimmer
TP-Link Deco BE3600 Mesh-WLAN, 3er-Pack, Wi-Fi 7
Drei Einheiten mit Wi-Fi 7 und laut Hersteller 3,6 Gbit/s im Dualband. Die Besonderheit steht in den Herstellerangaben: kombinierter kabelloser und kabelgebundener Backhaul. Liegt zwischen zwei Einheiten ein Netzwerkkabel, nutzen sie Kabel und Funk gleichzeitig. Dazu kommt Multi-Link Operation, die Daten über mehrere Bänder zugleich schickt. Empfohlen für Häuser mit 4-5 Schlafzimmern.
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Vorteile
- kombinierter kabelloser und kabelgebundener Backhaul laut Hersteller
- Multi-Link Operation über mehrere Bänder laut Hersteller
- Kindersicherung und HomeShield laut Hersteller
Nachteile
- Dualband ohne das 6-GHz-Band des Deco XE75
- zwei Gigabit-Ports pro Einheit laut Hersteller, keine schnelleren Anschlüsse
TP-Link Deco XE75 Mesh-WLAN-Set, 3er-Pack, Wi-Fi 6E
Das Set mit dem dritten Funkband: Neben 2,4 und 5 GHz funkt das Deco XE75 laut Hersteller auch auf 6 GHz, auf 5 und 6 GHz mit je bis zu 2402 Mbit/s. Drei Einheiten decken laut Hersteller bis zu 668 m² ab, die größte Flächenangabe dieser Auswahl. Das 6-GHz-Band nutzen nur Geräte, die selbst Wi-Fi 6E oder neuer beherrschen; ältere Telefone bleiben auf 5 GHz.
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Vorteile
- Tri-Band mit 6 GHz laut Hersteller
- Abdeckung von bis zu 668 m² laut Hersteller
- drei Gigabit-Ports für jede Einheit laut Hersteller
Nachteile
- das 6-GHz-Band nutzen nur Geräte mit Wi-Fi 6E oder neuer
- Wi-Fi 6E, nicht Wi-Fi 7 wie das Deco BE3600
Alle Mesh-WLAN-Systeme bei Amazon
Wer ein Set mit vier Einheiten, eine bestimmte Marke oder ein Gerät für draußen sucht, findet in der Amazon-Suche den vollständigen Bestand — die acht Sets oben sind eine Auswahl nach Größe der Wohnung und Anschlussart, keine Marktübersicht.
Zur Amazon-Suche →Ratgeber: Aufstellen, Verkabeln, Router behalten
Sortiert nach der Reihenfolge, in der die Fragen beim Einrichten auftauchen: wohin die Einheiten gehören, ob ein Kabel zwischen ihnen hilft, was mit der Box vom Anbieter passiert — und woran man merkt, dass eine dritte Einheit fehlt.
Wohin die Einheiten gehören
Die erste Einheit steht beim Router oder der Box vom Anbieter und hängt per Kabel daran. Die zweite gehört nicht in den Raum mit dem schlechtesten Empfang, sondern auf halbe Strecke dorthin: Sie muss die erste noch gut hören, um das Signal weiterzugeben. Frei stehend auf einem Regal oder Sideboard funken die Einheiten besser als im Schrank, hinter dem Fernseher oder direkt auf dem Boden. Die Apps der Hersteller zeigen nach dem Aufstellen an, wie gut sich die Einheiten gegenseitig empfangen.
Kabel zwischen den Einheiten
Wo ohnehin ein Netzwerkkabel liegt, etwa vom Flur ins Wohnzimmer, lohnt es sich, zwei Einheiten damit zu verbinden. Die Daten zwischen ihnen laufen dann über das Kabel, und das Funkband bleibt für Telefon und Laptop frei. Nicht jedes Set nennt diese Möglichkeit in den Herstellerangaben: Auf dieser Seite schreiben es Cudy und TP-Link beim Deco BE3600 ausdrücklich dazu. Zum Nachrüsten eignen sich flache Netzwerkkabel, die unter der Sockelleiste verschwinden.
Wenn die Box vom Anbieter bleiben muss
Viele Anschlüsse kommen mit einer Box, die man behalten muss oder will. Dann gibt es zwei Wege: ein Set, das sich wie die FRITZ!Mesh-Sets an den vorhandenen Router hängt, oder ein Set, das selbst das WLAN übernimmt, während die Box nur noch die Verbindung nach draußen herstellt. Im zweiten Fall wird das WLAN der Box abgeschaltet — zwei Netze nebeneinander stören sich gegenseitig und verwirren die Geräte beim Wechsel.
Woran man merkt, dass eine Einheit fehlt
Zeigt die App eine Einheit mit schwacher Verbindung zur nächsten, oder bricht das WLAN in einem Raum weiterhin ab, ist der Abstand zwischen zwei Einheiten zu groß. Bevor man eine dritte kauft, lohnt ein Versuch mit einem anderen Standort, oft genügt ein Meter näher zur Tür. Hilft das nicht, ist die Erweiterung einfach: Alle Sets dieser Seite nehmen weitere Einheiten derselben Marke auf.
Häufige Fragen zu Mesh-WLAN-Systemen
Mesh-System oder Repeater — worin liegt der Unterschied?
Ein Repeater nimmt das Signal des Routers auf und sendet es weiter, meist unter einem zweiten Netzwerknamen oder mit halbierter Geschwindigkeit. Die Einheiten eines Mesh-Sets sind gleichwertig, stimmen sich untereinander ab und bilden ein einziges Netz mit einem Namen; das Telefon wechselt beim Gang durchs Haus von selbst zur stärksten Einheit. Für eine einzelne Funklücke genügt ein Repeater, für eine Wohnung mit mehreren toten Ecken ist ein Set die ruhigere Lösung.
Brauche ich zwei oder drei Einheiten?
Zwei Einheiten reichen für die meisten Wohnungen auf einer Etage, die Hersteller nennen dafür Werte um 260 m² oder bis zu fünf Zimmer. Ein Dreierset lohnt sich, sobald eine Decke oder mehrere massive Wände dazwischen liegen, also im Haus über zwei Etagen oder in einer langen Altbauwohnung. Wer unsicher ist, beginnt mit zwei Einheiten: Alle Sets dieser Seite lassen sich später um eine weitere erweitern.
Kann die Box vom Internetanbieter bleiben?
Ja, auf zwei Wegen. Die FRITZ!Mesh-Sets auf dieser Seite hängen sich an den vorhandenen Router und ergänzen ihn, statt ihn zu ersetzen. Die übrigen Sets übernehmen selbst die Aufgabe des Routers und werden an die Box angeschlossen, die dann nur noch als Modem arbeitet; das WLAN der Box schaltet man danach ab, damit nicht zwei Netze gegeneinander funken. Welche Einstellungen der Anschluss dafür erlaubt, beantwortet im Zweifel der Anbieter.
Was bringt Wi-Fi 7 gegenüber Wi-Fi 6?
Vor allem Reserven für viele Geräte und schnelle Anschlüsse. Wi-Fi 7 kann Daten über mehrere Funkbänder gleichzeitig schicken, die Hersteller nennen das Multi-Link Operation. Den Vorteil sieht aber nur, wessen Telefon, Laptop oder Fernseher ebenfalls Wi-Fi 7 beherrscht; ältere Geräte funken mit ihrem eigenen Standard weiter. Für einen Anschluss mit 100 oder 250 Mbit/s reicht ein Wi-Fi-6-Set, der Unterschied liegt dort in der Abdeckung, nicht im Tempo.