Tipps & Hintergrundwissen
Zwei Dinge, bevor die erste Platte gekauft wird
Eine Kopie ist noch keine Sicherung. Ein Ordner, der sich automatisch mit der Cloud abgleicht, kopiert jede Änderung sofort mit — auch das Löschen. Wer versehentlich einen Ordner leert, hat ihn Sekunden später auf beiden Seiten leer. Eine Sicherung ist erst dann eine, wenn sie einen Stand von gestern festhält und nicht bloß den aktuellen spiegelt. Das ist der Unterschied zwischen Abgleich und Sicherung, und er fällt genau einmal auf.
Der Ort schlägt die Marke. Eine zweite Platte im Regal neben dem Rechner hilft, wenn der Rechner ausfällt — bei Wasserschaden, Einbruch oder Blitzschlag ist sie im selben Moment mit weg. Deshalb ist die einfachste wirksame Regel keine Kaufentscheidung, sondern eine Gewohnheit: eine Kopie bleibt zu Hause, eine liegt woanders. Bei den Eltern, im Büro, im Schließfach — Hauptsache nicht im selben Raum.
Alle Empfehlungen im Überblick
| Kategorie | Produkt | Kurz erklärt | |
|---|---|---|---|
| Die erste Kopie | SanDisk Portable SSD mit Gummiöse und Sturzschutz | Die naheliegendste Antwort auf „alles nur auf dem Laptop“ | Ansehen → |
| Die erste Kopie | Toshiba Canvio 2,5-Zoll-Festplatte für unterwegs | Die günstige Variante desselben Gedankens | Ansehen → |
| Die erste Kopie | SanDisk Ultra USB-Stick, 512 GB | Für Dokumente, Zeugnisse und die wichtigsten Bilder reicht | Ansehen → |
| Wenn es viel ist | Intenso Memory Center, 3,5-Zoll-Festplatte fürs Regal | Eine Desktop-Platte im größeren 3,5-Zoll-Format mit eigenem | Ansehen → |
| Wenn es viel ist | UGREEN DH2300 Netzwerkspeicher für den Einstieg | Ein NAS ist ein kleiner Rechner mit Platteneinschüben, der | Ansehen → |
| Wenn es viel ist | WD Red Plus 8 TB, Festplatte für Dauerbetrieb im NAS | Passend zum Gerät darüber, denn die Platten kosten oft mehr | Ansehen → |
| Handy & Kamera | Photostick mit Lightning-Anschluss fürs iPhone | Ein Speicherstick, der direkt am Telefon steckt | Ansehen → |
| Handy & Kamera | USB-Speicherstick Z40 mit Schutzkappe fürs Smartphone | Dasselbe Prinzip für Telefone mit dem heute üblichen | Ansehen → |
| Handy & Kamera | Multi-Kartenleser für SD- und microSD-Karten | Der Weg für alles, was noch aus einer Kamera, einer Drohne | Ansehen → |
| Zweitkopie aus Altteilen | ICY BOX IB-525-U3, Gehäuse für 3,5-Zoll-Laufwerke | Aus der Festplatte, die im ausgemusterten Rechner steckt | Ansehen → |
| Zweitkopie aus Altteilen | Sabrent Dockingstation für nackte Festplatten | Eine Station, in die Laufwerke von oben eingesteckt werden | Ansehen → |
| Zweitkopie aus Altteilen | ZIKE Z666 Aluminiumgehäuse, werkzeuglos zu öffnen | Die schnelle Variante derselben Idee | Ansehen → |
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SanDisk Portable SSD mit Gummiöse und Sturzschutz
Die naheliegendste Antwort auf „alles nur auf dem Laptop“: klein genug für die Hosentasche, ohne bewegliche Teile und damit unempfindlich gegen den Stoß im Rucksack. Der Hersteller nennt Fallsicherheit und eine Öse zum Anhängen — beides zielt darauf ab, dass das Laufwerk mitgenommen wird statt zu Hause zu liegen. Genau darin liegt der Wert: Eine Kopie, die woanders liegt, ist mehr wert als eine schnellere im selben Regal.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Toshiba Canvio 2,5-Zoll-Festplatte für unterwegs
Die günstige Variante desselben Gedankens: eine tragbare Festplatte, die ihren Strom über das USB-Kabel bekommt und kein Netzteil braucht. Pro Terabyte kostet sie deutlich weniger als eine SSD, dafür hat sie eine drehende Scheibe im Inneren und mag keine Stürze. Für ein Archiv, das ein paarmal im Jahr angeschlossen und danach wieder in die Schublade gelegt wird, ist das die vernünftigere Rechnung.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →SanDisk Ultra USB-Stick, 512 GB
Für Dokumente, Zeugnisse und die wichtigsten Bilder reicht oft ein Stick — und er hat einen praktischen Vorteil gegenüber jeder Platte: Er passt in ein Schließfach, in die Geldbörse oder zu den Eltern in die Schublade. Der Hersteller gibt für dieses Modell 512 GB und bis zu 130 MB/s beim Lesen an. Als einzige Sicherung ist ein Stick zu klein und zu leicht zu verlieren; als die Kopie, die außer Haus liegt, ist er ideal.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Intenso Memory Center, 3,5-Zoll-Festplatte fürs Regal
Eine Desktop-Platte im größeren 3,5-Zoll-Format mit eigenem Netzteil. Sie ist nicht zum Mitnehmen gedacht, und das ist der Punkt: Für dasselbe Geld gibt es hier spürbar mehr Platz als bei den tragbaren Modellen. Sinnvoll für den Fall, dass Videos dabei sind — die drehen die benötigte Menge um eine Größenordnung nach oben. Wichtig ist nur, dass sie nicht dauerhaft angesteckt bleibt.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →UGREEN DH2300 Netzwerkspeicher für den Einstieg
Ein NAS ist ein kleiner Rechner mit Platteneinschüben, der im Netzwerk steht: Alle Geräte im Haushalt greifen auf denselben Bestand zu, statt dass jeder seine eigene Fassung pflegt. Dieses Modell ist ausdrücklich als Einsteigergerät ausgelegt. Zwei Dinge gehören dazu: Die Festplatten sind nicht dabei, und zwei Platten im Gehäuse sind noch keine Sicherung — sie überstehen einen Plattenausfall, aber kein versehentliches Löschen.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →WD Red Plus 8 TB, Festplatte für Dauerbetrieb im NAS
Passend zum Gerät darüber, denn die Platten kosten oft mehr als das Gehäuse. Laufwerke dieser Baureihe sind für den Dauerbetrieb in einem Netzwerkspeicher ausgelegt — anders als eine normale Desktop-Platte, die auf tägliches Ein- und Ausschalten hin gebaut ist. Wer ein NAS bestückt, nimmt sinnvollerweise zwei gleiche und plant die Hälfte der Rohkapazität als nutzbaren Platz ein.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Photostick mit Lightning-Anschluss fürs iPhone
Ein Speicherstick, der direkt am Telefon steckt: Bilder auswählen, herüberziehen, Stick abziehen — ohne Rechner, ohne Kabel, ohne Konto. Der Anbieter weist die Zertifizierung für den Lightning-Anschluss aus, was bei diesem Steckertyp der entscheidende Punkt ist; nicht zertifizierte Sticks verweigern nach Systemaktualisierungen gern den Dienst. Sinnvoll für alle, deren Fotos ausschließlich auf dem Telefon liegen.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →USB-Speicherstick Z40 mit Schutzkappe fürs Smartphone
Dasselbe Prinzip für Telefone mit dem heute üblichen USB-C-Anschluss, also für Android und die neueren iPhones. Die Schutzkappe ist kein Detail, sondern der Grund, warum so ein Stick den Weg von der Schublade zum Gerät überhaupt übersteht — offene Kontakte in der Tasche sind der häufigste Grund, warum ein Stick irgendwann nicht mehr erkannt wird.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Multi-Kartenleser für SD- und microSD-Karten
Der Weg für alles, was noch aus einer Kamera, einer Drohne oder einer Dashcam kommt. Ein Kartenleser ist das unspektakulärste Gerät dieser Liste und oft das fehlende Glied: Viele Laptops haben keinen Kartenschacht mehr, und die Karte bleibt deshalb in der Kamera, bis sie voll ist. Der Anbieter nennt Windows und Android als Zielsysteme; wichtig ist vor allem, dass beide Kartengrößen hineinpassen.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →ICY BOX IB-525-U3, Gehäuse für 3,5-Zoll-Laufwerke
Aus der Festplatte, die im ausgemusterten Rechner steckt, wird damit in wenigen Minuten ein externes Laufwerk. Das ist die günstigste zweite Kopie überhaupt, weil der teuerste Teil schon da ist. Eine Einschränkung gehört dazu: Eine Platte, die bereits Jahre gelaufen ist, taugt als zusätzlicher Ort und nicht als einziger — genau deshalb steht sie in dieser Gruppe und nicht in der ersten.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Sabrent Dockingstation für nackte Festplatten
Eine Station, in die Laufwerke von oben eingesteckt werden wie eine Kassette — ohne Schrauben, ohne festes Gehäuse. Das lohnt sich, sobald mehrere alte Platten herumliegen: Statt für jede ein eigenes Gehäuse zu kaufen, wechselt man sie im selben Gerät. Praktisch ist das auch beim Aufräumen, wenn erst einmal geklärt werden muss, was auf welcher Platte überhaupt liegt.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →ZIKE Z666 Aluminiumgehäuse, werkzeuglos zu öffnen
Die schnelle Variante derselben Idee: Wer einen Laptop aufgerüstet hat, hat meist noch dessen alte SSD in der Schublade. In einem solchen Gehäuse wird daraus ein flottes externes Laufwerk, und weil es sich ohne Werkzeug öffnen lässt, ist der Tausch eine Sache von Minuten. Aluminium ist hier kein Schmuck, sondern Kühlkörper — kleine schnelle Laufwerke werden im Betrieb spürbar warm.
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Alle Rezensionen auf Amazon ansehen →Ratgeber: erst die Menge klären, dann das Gerät
Die meisten Fehlkäufe entstehen, weil zuerst nach der Bauform gesucht wird. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge — und danach sind die Abschnitte geordnet.
Schritt 1: nachsehen, wie viel es überhaupt ist
Bevor irgendetwas gekauft wird, lohnt ein Blick in die Ordner: Wie groß sind Bilder, Videos und Dokumente zusammen? Die Antwort fällt fast immer kleiner aus als befürchtet, solange keine Videos dabei sind — und deutlich größer, sobald doch. Erst diese Zahl entscheidet, ob ein Stick reicht, eine tragbare Platte genügt oder ob es die Klasse darüber sein muss. Als grobe Orientierung: Was heute belegt ist, sollte auf dem Zielgerät höchstens die Hälfte einfüllen, damit ein paar Jahre Luft bleiben.
Schritt 2: SSD oder Festplatte — die Frage ist, wofür
Eine SSD hat keine beweglichen Teile, startet sofort und verträgt einen Stoß im Rucksack. Das macht sie zur besseren Wahl für alles, was mitgenommen wird oder woran täglich gearbeitet wird. Eine klassische Festplatte ist pro Terabyte deutlich günstiger und damit die vernünftigere Wahl für ein Archiv, das ohnehin die meiste Zeit im Schrank liegt. Wer beides braucht, kauft nicht die teure Mischung, sondern beides einzeln — eine kleine SSD für unterwegs, eine große Platte fürs Archiv.
Schritt 3: ein NAS lohnt sich ab dem zweiten Menschen im Haushalt
Ein NAS ist ein kleiner Rechner mit Platteneinschüben, der im Netzwerk steht und immer läuft. Sein Vorteil hat wenig mit Kapazität zu tun: Er löst das Problem, dass zwei oder drei Geräte dieselben Daten brauchen und niemand mehr weiß, welche Fassung die neuere ist. Zwei Dinge gehören dazu gesagt. Die Platten sind nicht dabei und kosten oft mehr als das Gerät; und zwei Platten im NAS sind keine Sicherung. Sie schützen gegen den Ausfall einer Platte, nicht gegen versehentliches Löschen, Verschlüsselung durch Schadsoftware oder Wasser im Keller. Auch ein NAS braucht seine zweite Kopie.
Schritt 4: die Bilder vom Handy holen, bevor der Speicher voll ist
Der größte Teil der Fotos entsteht heute auf dem Telefon, und dort ist er am schlechtesten aufgehoben — ein verlorenes Gerät nimmt alles mit. Es gibt zwei Wege ohne Rechner: ein Speicherstick mit passendem Stecker, der direkt am Telefon hängt, oder ein Kartenleser für alles, was noch aus einer Kamera kommt. Beides ist Handarbeit und passiert deshalb selten genug — ein fester Termin, etwa einmal im Quartal, wirkt hier mehr als jedes Gerät.
Schritt 5: aus Altem eine zweite Kopie machen
In fast jedem Haushalt liegt eine ausgebaute Festplatte aus einem alten Rechner oder eine SSD aus einem Laptop, der ersetzt wurde. Ein passendes Gehäuse macht daraus in wenigen Minuten ein externes Laufwerk; eine Dockingstation nimmt nackte Platten sogar im Wechsel auf, wie eine Kassette. Das ist die günstigste zweite Kopie, die es gibt — mit einer Einschränkung: Eine Platte, die schon zehn Jahre gelaufen ist, taugt als Zusatz und nicht als einziger Ort.
Was hier bewusst nicht steht
Cloud-Abos fehlen, weil sie kein Gerät sind, das man kaufen und anschließen kann — und weil ein Abgleichdienst, wie oben beschrieben, etwas anderes leistet als eine Sicherung. Speicher, der den Laptop im Alltag entlastet, steht unter Laptop & Zubehör; Speicherkarten für die Kamera gehören zu Foto & Video, weil sie dort mit der Kamera zusammen ausgesucht werden. Und wer Dias, Negative oder Videokassetten erst noch in Dateien verwandeln muss, findet die Geräte dafür unter Alte Medien digitalisieren — diese Seite fängt danach an.
Häufige Fragen zum Sichern von Fotos und Daten
Reicht es, wenn die Fotos in der Cloud liegen?
Als einzige Sicherung nicht. Ein Abgleichdienst hält beide Seiten identisch — er kopiert also auch jedes Löschen und jede kaputte Datei sofort mit. Wer einen Ordner versehentlich leert, findet ihn Sekunden später auch online leer; viele Dienste halten gelöschte Stände nur begrenzte Zeit vor. Dazu kommt die praktische Seite: Ein Konto kann gesperrt werden, ein Anbieter kann seine Bedingungen ändern, und der Zugang hängt an einem Passwort. Eine Kopie auf einem Gerät, das Ihnen gehört und die meiste Zeit ausgesteckt im Schrank liegt, ist die einzige, die von alldem unabhängig ist.
Wie oft muss ich die zweite Platte anschließen?
So oft, wie Sie es verkraften würden, die Arbeit dazwischen zu verlieren. Für Fotos und Dokumente eines normalen Haushalts ist einmal im Monat ein guter Kompromiss, für alles, woran laufend gearbeitet wird, eher wöchentlich. Wichtiger als der Abstand ist, dass es überhaupt regelmäßig passiert — ein fester Tag im Kalender wirkt zuverlässiger als der Vorsatz, es künftig öfter zu tun. Und die Platte danach wieder abziehen: Ein Laufwerk, das dauerhaft angesteckt bleibt, wird von Schadsoftware genauso erwischt wie der Rechner selbst.
SSD oder Festplatte — was hält länger, wenn es im Schrank liegt?
Für ein Archiv, das selten angefasst wird, spricht mehr für die klassische Festplatte, und zwar aus einem Grund, der wenig mit Haltbarkeit zu tun hat: Sie kostet pro Terabyte deutlich weniger, und für dasselbe Geld bekommen Sie zwei davon statt einer. Zwei Kopien schlagen jede Überlegung zur Lebensdauer eines einzelnen Geräts. Unabhängig von der Bauart gilt: Jedes Laufwerk kann ausfallen, und man merkt es einem nicht an. Deshalb einmal im Jahr eine Datei von der Sicherung zurückholen und tatsächlich öffnen — eine Sicherung, die nie gelesen wurde, ist eine Vermutung.