Tipps & Hintergrundwissen
Zwei Dinge, die man vor dem Kauf wissen sollte
Die Höchsttemperatur entscheidet, welche Pizza herauskommt. Bis etwa 350 Grad wird eine Pizza gut, aber wie aus einem sehr heißen Backofen; ab 400 Grad bekommt der Boden Blasen und Röststellen, und bei 450 bis 500 Grad ist eine neapolitanische Pizza in zwei bis drei Minuten fertig. Die Zahl steht beim Hersteller — und sie gilt für den Stein, nicht für die Luft im Gerät.
Ein Pizzastein braucht Vorheizzeit. Je nach Gerät sind es zehn bis zwanzig Minuten, bevor der Stein die Hitze speichert, die den Boden knusprig macht — wer das nicht einplant, bekommt die erste Pizza blass. Wer regelmäßig mehrere Pizzen hintereinander backt, achtet auf einen dickeren Stein oder eine zweite Ebene; wer nur gelegentlich eine Tiefkühlpizza aufbackt, kommt mit einem kleineren Gerät aus.
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Ratgeber: Temperatur, Stein, Platz
In dieser Reihenfolge entscheidet sich, ob ein Ofen zu dem passt, was man backen will — und in dieser Reihenfolge sind die Abschnitte geordnet.
Temperatur: was 350, 400 und 500 Grad unterscheidet
Ein Haushaltsbackofen endet meist bei 250 bis 300 Grad. Ein elektrischer Pizzaofen mit Höchsttemperatur um 350 Grad backt schneller und knuspriger als der Backofen, bleibt aber bei einer eher „deutschen" Pizza mit gleichmäßig gebräuntem Boden. Ab etwa 400 Grad Steintemperatur entstehen die dunklen Blasen am Rand, und Geräte, die 450 bis 500 Grad erreichen, backen eine dünne neapolitanische Pizza in zwei bis drei Minuten. Die Angabe des Herstellers bezieht sich dabei auf die Stein- oder Heizzonentemperatur; sie ist die Zahl, nach der man vergleicht, nicht die Leistung in Watt.
Pizzastein, Backblech oder Platte
Der Stein speichert Hitze und gibt sie von unten an den Teig ab — das ist der eigentliche Unterschied zum Backofen. Cordierit- und Schamottsteine sind die üblichen Materialien, beide brauchen Vorheizzeit und dürfen nicht mit Wasser abgeschreckt werden. Manche Geräte kombinieren eine Heizzone oben mit dem Stein unten und lassen sich getrennt regeln, so dass sich Belag und Boden abstimmen lassen. Wer außer Pizza auch Brot, Flammkuchen oder Aufbackware backen will, achtet auf einen Stein, der die volle Innenfläche ausfüllt, und auf ein separates Blech im Lieferumfang.
Platz und Aufstellort: Küche, Tisch, Balkon
Ein Tischgerät für eine Pizza bis 30 Zentimeter braucht ungefähr die Stellfläche eines großen Toasters und passt nach dem Backen in einen Küchenschrank. Geräte mit 34 Zentimetern Backfläche oder zwei Ebenen sind spürbar größer und schwerer und bleiben meist stehen. Für Indoor-Betrieb gebaute Öfen dürfen laut Hersteller in der Küche laufen; Modelle, die für Terrasse und Balkon gedacht sind, tragen das ausdrücklich in der Beschreibung — und umgekehrt gehört ein Gerät, das nur für den Außenbereich freigegeben ist, nicht in die Küche. Dazu kommt der Abstand zu Wand und Oberschrank, der in der Bedienungsanleitung steht, und eine Steckdose in Reichweite, weil ein Verlängerungskabel bei dieser Leistung nicht die beste Idee ist.
Vorheizen, Backzeit und Reinigung
Mit dem Vorheizen des Steins ist zu rechnen — je nach Modell zehn bis zwanzig Minuten. Die Backzeit hängt an der Temperatur: zwei bis vier Minuten bei 450 Grad, sechs bis acht bei 350. Der Stein wird nicht abgewaschen, sondern nach dem Abkühlen abgebürstet; Verfärbungen sind normal und kein Mangel. Ein Pizzaschieber gehört dazu, damit die Pizza ohne Verbrennung hinein- und herauskommt; ein Holzschieber eignet sich zum Einschießen, ein dünner Metallschieber zum Wenden und Herausholen.
Was nicht auf diese Seite gehört
Gas- und Holzöfen für den Garten, Pizzaaufsätze für den Gasgrill und gemauerte Steinöfen sind eine andere Bauart mit anderen Fragen — Brennstoff, Standort, Wetter — und stehen bewusst nicht hier. Grillzubehör wie Thermometer und Anzündkamin findet sich bei Grillen & Outdoor-Küche. Gastronomie-Öfen mit mehreren Kammern und Starkstromanschluss sind Gewerbeware und ebenfalls nicht Teil dieser Auswahl.
Häufige Fragen zum elektrischen Pizzaofen
Wie heiß wird ein elektrischer Pizzaofen?
Das hängt am Gerät: Einfache Tischgeräte erreichen um 350 Grad, hochwertige Modelle mit Pizzastein 400 bis 500 Grad. Die Herstellerangabe bezieht sich meist auf den Stein oder die Heizzone. Für eine dünne, neapolitanische Pizza mit Blasen am Rand braucht es mindestens 400 Grad; für Tiefkühlpizza und dickeren Boden reichen 350.
Braucht ein elektrischer Pizzaofen einen Pizzastein?
Für einen knusprigen Boden ja. Der Stein speichert die Hitze und gibt sie direkt an den Teig ab — auf einem Blech wird der Boden weicher. Die meisten Geräte auf dieser Seite bringen einen Stein aus Cordierit oder Schamott mit; er wird vorgeheizt, nicht abgewaschen und nach dem Abkühlen nur abgebürstet.
Kann man einen elektrischen Pizzaofen in der Wohnung benutzen?
Geräte, die der Hersteller für den Innenbereich freigibt, laufen an einer normalen Steckdose in der Küche — genau das ist ihr Vorteil gegenüber Gas- und Holzöfen. Wichtig sind die Abstände zu Wand und Schrank aus der Bedienungsanleitung und etwas Lüftung, weil bei hohen Temperaturen Mehl und Belag rauchen können. Ein Modell, das nur für den Außenbereich gedacht ist, bleibt draußen.
Wie lange muss ein Pizzaofen vorheizen?
Je nach Gerät zehn bis zwanzig Minuten, bis der Stein die Zieltemperatur hat — kleine Geräte sind schneller, dicke Steine brauchen länger. Wer die erste Pizza einschiebt, bevor die Anzeige die Temperatur meldet, bekommt einen blassen Boden. Zwischen zwei Pizzen reicht dann meist eine Minute, damit der Stein wieder nachheizt.