Tipps & Hintergrundwissen
Zwei Dinge, die man vor dem Buchen wissen sollte
Reisebett, Buggy, Kinderwagen und Kindersitz zählen bei vielen Fluggesellschaften nicht zum normalen Gepäck — üblich sind zwei solcher Teile zusätzlich und kostenfrei. „Üblich" heißt aber nicht „überall": Die Regeln unterscheiden sich je Airline und manchmal je Tarif, und sie ändern sich. Ein Blick in die Gepäckbestimmungen der gebuchten Fluglinie ersetzt jede allgemeine Aussage — auch diese hier.
Der unterschätzte Posten ist nicht der Weg, sondern die erste Nacht. Ferienwohnungen und Hotelzimmer sind fast nie so dunkel wie das Kinderzimmer zu Hause, und ein Kind, das um fünf Uhr wach wird, kostet den ganzen Tag. Eine mobile Verdunkelung wiegt ein paar hundert Gramm und ist gemessen an ihrem Preis der wirksamste Gegenstand auf dieser Seite.
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Unsere Empfehlungen für Reisen mit Kleinkind
Ratgeber: Was wirklich mitmuss — und was nicht
Ausstattung für kleine Kinder wird meist nach Alter verkauft. Nützlicher ist es, nach der Stelle zu sortieren, an der etwas schiefgeht: der Weg, die Nacht, die Wartezeit. Danach sind die folgenden vier Abschnitte geordnet.
Der Weg: alles, was man mit einer Hand tragen kann
Am Flughafen hat man dauerhaft eine Hand frei, nicht zwei. Ein Reisebuggy von rund sechs Kilo lässt sich einhändig falten und ins Gepäckfach heben; ein normaler Kinderwagen nicht. Wird der Buggy am Gate abgegeben, steht er anschließend auf dem Rollband zwischen Hartschalenkoffern — eine Transporttasche kostet wenig und ist der Unterschied zwischen leichten Kratzern und einem verbogenen Rahmen.
Die Nacht: dunkel schlägt bequem
Bei der Frage Reisebett oder Hotelbett gewinnt oft das Hotelbett — bis man dort ankommt und feststellt, dass es ein Gitterbett von 2003 ohne Matratze ist. Wer mehrere Nächte an einem Ort bleibt und mit dem Auto fährt, ist mit eigenem Reisebett besser dran. Beim Fliegen ist die Rechnung anders: Dort zählt jedes Kilo, und ein Bett kann man reservieren. Was sich in beiden Fällen lohnt, ist die Verdunkelung — sie passt in jede Tasche und macht aus jedem Zimmer ein dunkles.
Die Wartezeit: Beschäftigung, die keinen Strom braucht
Ein Tablet löst zwei Stunden und schafft dafür ein neues Problem, sobald der Akku leer ist oder der Ton nicht geht. Kopfhörer mit begrenzter Lautstärke sind trotzdem sinnvoll — nicht wegen des Films, sondern weil sie den Lärm im Flugzeug dämpfen. Daneben trägt erstaunlich weit, was nicht aufgeladen werden muss: ein Wassermalbuch, das sich beliebig oft neu bemalen lässt, kostet ein paar Euro und beschäftigt länger als jede App.
Was zu Hause bleiben kann
Wickelauflage, Flaschenwärmer, das zweite Paar Schuhe, drei Kuscheltiere: Alles Dinge, für die es unterwegs einen Ersatz oder keinen Bedarf gibt. Windeln und Feuchttücher lassen sich am Zielort kaufen, in ganz Europa und den meisten Reiseländern. Was man dagegen nicht ersetzen kann, ist das eine Kuscheltier, an dem das Einschlafen hängt — und genau das gehört ins Handgepäck, nicht in den Koffer.
Häufige Fragen zum Reisen mit Kleinkind
Zählen Buggy und Reisebett zum Freigepäck?
Bei vielen Fluggesellschaften darf man mit Baby oder Kleinkind zwei Teile aus dieser Gruppe — Reisebett, Buggy, Kinderwagen, Kindersitz, Kraxe — zusätzlich und kostenfrei mitnehmen. Verbindlich ist das nicht: Die Regeln unterscheiden sich je Airline und teils je Tarif. Vor dem Packen in die Gepäckbestimmungen der gebuchten Fluglinie sehen.
Ist ein Aufsitzkoffer als Flugzeugbett erlaubt?
Modelle wie die JetKids BedBox sind nach Herstellerangabe von vielen Fluggesellschaften zugelassen, aber nicht von allen — und manche erlauben sie nur am Fensterplatz oder nicht in der ersten Reihe. Da die Bettfunktion vor Ort schwer nachzuverhandeln ist, lohnt eine kurze Anfrage bei der Airline vor der Buchung.
Lohnt sich ein eigenes Reisebett, wenn das Hotel eins stellt?
Bei einer oder zwei Nächten selten, bei einer Woche oft. Hotel- und Ferienwohnungsbetten sind unterschiedlich gut, teils ohne brauchbare Matratze, und in der Hochsaison manchmal schon vergeben. Wer mit dem Auto fährt, nimmt eigenes Bett und eigene Matratze mit — beim Fliegen zählt eher das Gewicht.