Tipps & Hintergrundwissen
Zwei Dinge, die man vor dem Kauf wissen sollte
Die Zahl im Namen ist das Behältervolumen in Litern, und sie entscheidet mehr über den Alltag als die Wattzahl. Zwölf bis zwanzig Liter reichen für Bohrstaub, eine ausgekippte Gießkanne und den Kofferraum; ab dreißig Litern fängt der Behälter eine Renovierung auf, ist dafür aber schwer und sperrig, und ohne Wasserablassschraube muss er zum Leeren gekippt werden. Wer den Sauger regelmäßig eine Kellertreppe hinauftragen will, nimmt den kleineren.
Das zweite ist die Gerätesteckdose. Ein Sauger mit Steckdose und Ein-/Ausschaltautomatik nimmt Säge oder Schleifer direkt auf und läuft mit, sobald das Werkzeug anläuft — der Staub landet im Behälter statt in der Luft. Ob ein Gerät sie hat, steht in den Herstellerangaben; nachrüsten lässt sie sich nicht. Dazu gehört ein Filter, der den Wechsel von trocken auf nass ohne Umbau mitmacht: Patronen- und Flachfaltenfilter tun das laut Hersteller, ein Schaumstofffilter fürs Nasssaugen wird getauscht.
Alle Empfehlungen im Überblick
| Kategorie | Produkt | Kurz erklärt |
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Unsere Empfehlungen: Sauger für Werkstatt, Keller und Garage
Ratgeber: Behälter, Filter, Steckdose, Reichweite
In dieser Reihenfolge entscheidet sich, welcher Sauger in eine Werkstatt oder einen Keller passt — und in dieser Reihenfolge sind die Abschnitte geordnet.
Behältergröße und Material: 12, 20 oder 30 Liter
Die Liter im Modellnamen sind das Fassungsvermögen des Kessels. Zwölf Liter sind ein Gerät, das man mit einer Hand trägt und im Regal verstaut; es reicht für Bohrstaub, Autoinnenraum und die Pfütze unter der Waschmaschine. Zwanzig Liter sind die übliche Größe für eine Heimwerkstatt. Dreißig Liter nimmt eine Renovierung auf, ohne dass zwischendurch geleert wird — dafür steht das Gerät dann auch dauerhaft an seinem Platz. Beim Material stehen Kunststoff und Edelstahl nebeneinander: Kunststoff ist leichter und billiger, Edelstahl laut Herstellerangaben unempfindlicher gegen Scherben, heiße Späne und Rost. Und wer viel Wasser saugt, sieht nach einer Wasserablassschraube: Ohne sie wird ein voller 30-Liter-Kessel gekippt, und dreißig Liter Wasser wiegen dreißig Kilo.
Der Filter ist der Unterschied zwischen nass und trocken
Ein Nass-Trockensauger heißt so, weil er beides kann — aber nicht jedes Gerät kann beides ohne Handgriff dazwischen. Patronenfilter und Flachfaltenfilter sind laut Herstellerangaben dafür gebaut, nassen und trockenen Schmutz in einem Arbeitsgang aufzunehmen; der Filter bleibt drin, wenn aus dem Sägemehl eine Pfütze wird. Andere Geräte legen zusätzlich einen Schaumstofffilter fürs Nasssaugen bei, und dann gehört der Wechsel zum Vorgang. Wer den Sauger überwiegend trocken einsetzt, sollte außerdem auf eine Filterreinigung achten: Manche Geräte haben eine Taste, die den Filter per Druckstoß freiklopft, und das ist bei feinem Bohr- und Schleifstaub der Unterschied zwischen voller und halber Saugleistung. Ein Vliesfilterbeutel im Kessel hält den Behälter sauber und ist ein Verbrauchsteil.
Gerätesteckdose, Kabel, Schlauch: die Reichweite am Arbeitsplatz
An eine Gerätesteckdose mit Ein-/Ausschaltautomatik wird das Elektrowerkzeug angeschlossen; der Sauger startet mit dem Werkzeug und läuft kurz nach. Zusammen mit dem passenden Adapter am Absaugstutzen von Säge, Schleifer oder Bohrmaschine landet der Staub dort, wo er entsteht. Ob eine Steckdose vorhanden ist und was sie an Leistung abgibt, steht in den Herstellerangaben — nachrüsten lässt sich das nicht. Die zweite Zahl dieser Gruppe ist die Reichweite: Netzkabel und Saugschlauch addieren sich zu dem Radius, in dem gearbeitet wird, ohne umzustecken. Zwischen 1,8 und 3,5 Metern Schlauch und zwischen drei und acht Metern Kabel liegen in dieser Auswahl Welten, und in einer Garage ohne zweite Steckdose merkt man das bei jedem Handgriff.
Asche, Späne und der Vorabscheider
Asche aus Kamin, Ofen oder Grill gehört nicht in einen gewöhnlichen Sauger: Sie ist fein genug, um durch einen Papierfilter zu gehen, und Reste können lange warm bleiben. Dafür gibt es zwei Wege. Ein eigenständiger Aschesauger bringt Metallbehälter, hitzebeständigen Metallschlauch und ein eigenes Filtersystem mit. Ein Aschefilter ist dagegen ein Vorbehälter, der zwischen Kamin und den vorhandenen Sauger gehängt wird — billiger, aber an einen passenden Schlauchdurchmesser gebunden, meist 36 Millimeter. In beiden Fällen gilt die Herstellerangabe: eingesaugt wird kalte Asche, und was noch glimmt, bleibt liegen. Wer viel schleift oder sägt, hat ein anderes Problem — der Filter setzt sich zu, lange bevor der Behälter voll ist. Ein Zyklon-Vorabscheider steht vor dem Sauger und trennt den Grobteil durch Fliehkraft ab, bevor er den Filter erreicht; er braucht selbst keinen Filter und wird nur entleert.
Was nicht auf diese Seite gehört
Bodenstaubsauger für die Wohnung stehen unter Staubsauger für Allergiker & Tierhaushalte, Saugroboter unter Saugroboter für schwierige Wohnungen. Ebenfalls nicht hier: Saugwischer, die auf Hartboden zugleich saugen und feucht wischen — sie tragen dieselbe Bezeichnung „nass und trocken“ und sind ein Wohnungsgerät mit ganz anderen Fragen. Sauger der Staubklassen M und H sind Geräte für Betriebe, die mit gesundheitsgefährdenden Stäuben arbeiten, und werden hier bewusst nicht empfohlen. Beutel, Filter und Schläuche sind Verschleißteile für ein Gerät, das man schon hat.
Häufige Fragen zu Nass- und Trockensaugern
Wie viele Liter sollte ein Werkstattsauger haben?
Zwölf bis zwanzig Liter reichen für Bohrstaub, Autoinnenraum und kleinere Mengen Wasser und lassen sich noch tragen. Dreißig Liter sind die Größe für eine Renovierung oder eine feste Werkstatt: seltener leeren, dafür ein Gerät, das an seinem Platz stehen bleibt. Wer viel Wasser saugt, achtet zusätzlich auf eine Wasserablassschraube — ohne sie wird der volle Behälter gekippt.
Wozu ist die Steckdose am Sauger gut?
An die Gerätesteckdose wird ein Elektrowerkzeug angeschlossen. Geräte mit Ein-/Ausschaltautomatik starten laut Herstellerangaben mit dem Werkzeug und saugen den Staub direkt am Absaugstutzen ab, statt ihn in der Luft zu lassen. Passende Adapter für Säge oder Schleifer liegen den meisten dieser Sauger bei; nachrüsten lässt sich eine fehlende Steckdose nicht.
Kann ich mit einem Nass-Trockensauger Asche aufsaugen?
Nur mit einem Aufsatz oder einem eigenen Gerät. Asche ist fein und kann lange warm bleiben; dafür gibt es Aschesauger mit Metallbehälter und hitzebeständigem Metallschlauch oder Aschefilter als Vorbehälter, der an einen vorhandenen Sauger mit passendem Schlauchdurchmesser gehängt wird. Die Hersteller nennen dabei ausdrücklich kalte Asche — was noch glimmt, bleibt liegen.
Was bringt ein Zyklon-Vorabscheider?
Er steht zwischen Werkzeug und Sauger und trennt den groben Teil des Staubs durch Fliehkraft ab, bevor er den Filter erreicht. Laut Herstellerangaben bleiben so über 99 Prozent im Vorbehälter, der Saugerfilter setzt sich langsamer zu und die Saugleistung hält länger. Der Abscheider braucht selbst keinen Filter und wird nur entleert — dafür ist es ein zweites Gerät, das Platz und Schlauchlänge kostet.