Slow Juicer nach Bauart, Öffnung und Preisklasse

Vertikal oder horizontal, Ganzfrucht-Schacht oder schmaler Einzug — und warum eine Zentrifuge etwas anderes ist.

Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt. Freigabe und Verantwortung: Oliver Meier. So entsteht die Auswahl

Ein Slow Juicer presst, statt zu schleudern: Eine Schnecke dreht sich langsam, quetscht Obst und Gemüse gegen ein Sieb und drückt den Saft heraus. Das ist der ganze Unterschied zum Entsafter mit Zentrifuge — und er entscheidet, was hineinpasst, wie lange es dauert und wie viele Teile hinterher im Spülbecken liegen. Diese Seite sortiert deshalb nicht nach Marke, sondern nach den drei Fragen, an denen sich die Geräte wirklich unterscheiden: wie breit der Einfüllschacht ist, ob die Schnecke steht oder liegt, und was in welcher Preisklasse dazukommt.

Stand der Auswahl: 27. September 2026 Kein eigener Test, recherchiert und eingeordnet So entsteht die Auswahl

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Zwei Zahlen, die vor dem Kauf feststehen sollten

Die erste ist die Weite des Einfüllschachts in Millimetern. Sie steht bei fast jedem Gerät im Titel, und sie entscheidet über die Arbeit davor: Bei 108 bis 145 Millimetern geben die Hersteller an, dass ein ganzer Apfel hineinpasst; darunter wird geviertelt. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist die Hälfte der Zeit, die ein Glas Saft kostet. Der Preis dafür ist Höhe — ein breiter Trichter baut nach oben, und unter einem Hängeschrank wird das Nachfüllen eng. Wer nachmisst, misst deshalb nicht die Gerätehöhe, sondern die Höhe bis zur Trichteröffnung plus eine Hand.

Die zweite ist die Größe des Saftbehälters, und sie sagt mehr über den Alltag als die Wattzahl. Zwischen 600 Millilitern und 1,8 Litern liegt der Unterschied zwischen einem Glas und einem Frühstück für mehrere Leute; wer zweimal ansetzen muss, spült auch zweimal. Die Leistung liegt bei den Geräten dieser Seite zwischen 200 und 250 Watt und ist damit kein Unterscheidungsmerkmal — ein Slow Juicer arbeitet ohnehin mit 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute, und genau diese Langsamkeit ist der Punkt. Was die Hersteller fast nie angeben, ist die Lautstärke: Ein einziges Gerät dieser Auswahl nennt überhaupt eine Zahl.

Alle Empfehlungen im Überblick

KategorieProduktKurz erklärt
Der kleinste hierGDOR Slow Juicer, 600 ml Saftbehälter, mit Rücklauffunktion und ReinigungsbürsteDer kompakteste Posten dieser Auswahl und der mit demAnsehen →
120 mm EinfüllschachtAMZCHEF Slow Juicer mit 120 mm Einfüllschacht, Edelstahlgehäuse, zwei SiebeHier fängt der Ganzfrucht-Bereich anAnsehen →
Mit LautstärkeangabeFretta Slow Juicer, 108 mm Einfüllöffnung, 200 W, 1 Liter, TritanDer einzige Hersteller dieser Auswahl, der eine Zahl zurAnsehen →
1,8 Liter SaftbehälterLINKChef Slow Juicer, 130 mm Einfüllöffnung, 250 W, 1,8 Liter SaftbehälterDer Übergang in die mittlere Preisklasse, und er kauft zweiAnsehen →
Das schmalste GerätNinja Kaltpresse-Entsafter JC151EU, Schnecke aus neun Segmenten, zwei FilterDas Gegenstück zur Ganzfrucht-FraktionAnsehen →
145 mm, die breiteste ÖffnungAMZCHEF Slow Juicer SJ-036 mit 145 mm Einfüllöffnung, 250 W, 1,8 LiterDie breiteste Öffnung dieser AuswahlAnsehen →
Horizontal, für GrünesNutrilovers GREEN-PRESS Slow Juicer, horizontal, Pressschnecke aus Edelstahl 304Der einzige horizontale in dieser Auswahl, und die BauartAnsehen →
VorratstrichterKuvings AUTO6 Slow Juicer, 1,7 Liter Vorratstrichter, 200 W, zwei FiltersiebeDie Preisklasse oberhalb der übrigen, und sie kauft dreiAnsehen →

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Empfehlungen: vom Einstieg bis zur Kaltpresse mit Vorratstrichter

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Der kleinste hier

GDOR Slow Juicer, 600 ml Saftbehälter, mit Rücklauffunktion und Reinigungsbürste

Preisklasse€€€

Der kompakteste Posten dieser Auswahl und der mit dem kleinsten Behälter: 600 Milliliter, also ein bis zwei Gläser je Durchgang. Der Hersteller nennt eine Doppelfiltration, eine Umkehrfunktion, die die Schnecke bei faserigem Gemüse automatisch zurückdreht, einen Anti-Tropf-Auslauf und eine Reinigungsbürste im Lieferumfang. Eine Weite für den Einfüllschacht gibt er nicht an — hier wird vorgeschnitten, und genau das ist der Unterschied zu den Geräten weiter unten.

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Vorteile

  • Umkehrfunktion dreht die Schnecke laut Hersteller automatisch zurück, wenn faseriges Gemüse klemmt
  • abnehmbare Teile laut Hersteller spülmaschinenfest, obere Ablage
  • Anti-Tropf-Auslauf und Reinigungsbürste laut Hersteller im Lieferumfang

Nachteile

  • 600 Milliliter Saftbehälter — der kleinste dieser Auswahl
  • keine Angabe zur Weite des Einfüllschachts, also Vorschneiden einplanen
  • der Hersteller nennt keine Motorleistung in Watt
120 mm Einfüllschacht

AMZCHEF Slow Juicer mit 120 mm Einfüllschacht, Edelstahlgehäuse, zwei Siebe

Preisklasse€€€

Hier fängt der Ganzfrucht-Bereich an: 120 Millimeter sind laut Hersteller genug für einen ganzen Apfel, und im Deckel sitzen zwei Mahlklingen, die vorzerkleinern. Gepresst wird mit 60 Umdrehungen in der Minute, zwei Siebe trennen den Satz ab. Das Gehäuse ist aus Edelstahl mit seitlichen Belüftungsöffnungen; zusammengesetzt wird aus drei Teilen, was laut Hersteller fünf Sekunden dauert.

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Vorteile

  • 120 mm Einfüllschacht, laut Hersteller für ganze Äpfel ohne Vorschneiden
  • zwei Mahlklingen im Deckel zerteilen laut Hersteller vor der Schnecke
  • drei Bauteile, laut Hersteller in fünf Sekunden zusammengesetzt

Nachteile

  • die zwei Mahlklingen sind zwei zusätzliche Teile beim Spülen
  • kein eigener Saftbehälter genannt — laut Hersteller liegen zwei Gläser bei
  • keine Angabe zur Motorleistung in Watt
Mit Lautstärkeangabe

Fretta Slow Juicer, 108 mm Einfüllöffnung, 200 W, 1 Liter, Tritan

Preisklasse€€€

Der einzige Hersteller dieser Auswahl, der eine Zahl zur Lautstärke nennt: höchstens 45 Dezibel. Sonst 108 Millimeter Einfüllöffnung — die schmalste der Ganzfrucht-Weiten hier, laut Hersteller für ganze Äpfel, Gurken und Karotten —, ein Dreifachfilter, eine Rücklauffunktion per Knopfdruck und ein automatischer Stopp beim Öffnen des Deckels. Der Behälter besteht laut Hersteller aus Tritan und fasst einen Liter.

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Vorteile

  • höchstens 45 Dezibel laut Hersteller — die einzige Lautstärkeangabe dieser Auswahl
  • Rücklauffunktion per Knopfdruck und automatischer Stopp beim Öffnen des Deckels
  • Behälter laut Hersteller aus Tritan, BPA-frei

Nachteile

  • 108 mm ist die schmalste der Ganzfrucht-Öffnungen hier
  • 1 Liter Fassungsvermögen, für größere Mengen also zweimal ansetzen
  • laut Hersteller startet das Gerät nur bei offener Schachtabdeckung und vollständigem Zusammenbau
1,8 Liter Saftbehälter

LINKChef Slow Juicer, 130 mm Einfüllöffnung, 250 W, 1,8 Liter Saftbehälter

Preisklasse€€€

Der Übergang in die mittlere Preisklasse, und er kauft zwei Dinge: eine breitere Öffnung und einen größeren Behälter. 130 Millimeter, 250 Watt bei 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute, 1,8 Liter Saft in einem Durchgang. Bedient wird laut Hersteller über einen Knopf mit Start, Stopp und Rücklauf; beim Öffnen des Deckels stoppt das Gerät. Zerlegt wird in drei Schritten.

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Vorteile

  • 1,8 Liter Saftbehälter, laut Hersteller mehrere Portionen in einem Durchgang
  • 130 mm Öffnung und 250 W bei 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute laut Hersteller
  • Ein-Knopf-Bedienung mit Start, Stopp und Rücklauf, dazu eine Deckelsperre

Nachteile

  • 1,8 Liter brauchen entsprechend Platz unter dem Hängeschrank
  • der Hersteller nennt weder Maße noch Gewicht
  • im Lieferumfang nur ein Filtersieb, anders als beim Kuvings weiter unten
Das schmalste Gerät

Ninja Kaltpresse-Entsafter JC151EU, Schnecke aus neun Segmenten, zwei Filter

Preisklasse€€€

Das Gegenstück zur Ganzfrucht-Fraktion. Ninja nennt für dieses Gerät keine breite Einfüllöffnung, sondern eine Schnecke aus neun Segmenten und zwei Filter — einen für Saft mit wenig, einen für Saft mit mehr Fruchtfleisch. Hier wird vorgeschnitten; dafür ist es mit 18,16 Zentimetern Breite das schmalste Gerät dieser Auswahl. Maße und Gewicht stehen als einzige hier vollständig in den Herstellerangaben: 40,46 mal 18,16 mal 30,75 Zentimeter, 3,6 Kilogramm, dazu 700 Milliliter Saft- und 1,1 Liter Fruchtfleischbehälter.

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Vorteile

  • zwei Fruchtfleischfilter laut Hersteller, für Saft mit weniger oder mehr Fruchtfleisch
  • 18,16 cm Breite laut Hersteller — das schmalste Gerät dieser Auswahl
  • Maße und Gewicht vollständig angegeben, was in dieser Warengruppe die Ausnahme ist

Nachteile

  • keine breite Einfüllöffnung genannt, also Vorschneiden einplanen
  • 700 ml Saftbehälter, weniger als die Ganzfrucht-Geräte derselben Preisklasse
  • mit 3,6 kg laut Hersteller kein Gerät, das man nach jedem Gebrauch wegräumt
145 mm, die breiteste Öffnung

AMZCHEF Slow Juicer SJ-036 mit 145 mm Einfüllöffnung, 250 W, 1,8 Liter

Preisklasse€€€

Die breiteste Öffnung dieser Auswahl. 145 Millimeter und 1,8 Liter heißen laut Hersteller, dass der Trichter einmal gefüllt wird statt Stück für Stück nachgelegt. Der Dreifachfilter arbeitet mit 2, 0,8 und 0,5 Millimeter Maschenweite; am Auslass sitzt ein Silikondeckel, mit dem sich der Saftfluss mitten im Vorgang stoppen lässt, um das Glas zu wechseln. Eine Deckelsperre unterbricht laut Hersteller den Betrieb, sobald der Deckel geöffnet wird.

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Vorteile

  • 145 mm Einfüllöffnung und 1,8 Liter laut Hersteller — einmal füllen statt nachlegen
  • Dreifachfilter mit 2, 0,8 und 0,5 mm Maschenweite laut Herstellerangabe
  • Anti-Tropf-Deckel am Auslass, laut Hersteller zum Glaswechsel im laufenden Betrieb

Nachteile

  • der Hersteller weist selbst darauf hin, dass mehlige Äpfel und Trauben an den Innenwänden haften bleiben
  • ein 145-mm-Trichter baut hoch — unter einem Hängeschrank wird das Nachfüllen eng
  • drei Siebe heißen drei Teile mehr beim Spülen
Horizontal, für Grünes

Nutrilovers GREEN-PRESS Slow Juicer, horizontal, Pressschnecke aus Edelstahl 304

Preisklasse€€€

Der einzige horizontale in dieser Auswahl, und die Bauart ist hier keine Geschmacksfrage. Ein liegender Schneckenentsafter presst laut Hersteller auf einer längeren Strecke, und genau das braucht, was flach und faserig ist: Weizengras, Stangensellerie, Blattgemüse, Kräuter, Sprossen. Die Pressschnecke besteht aus Edelstahl 304 statt aus Kunststoff, die Teile sind laut Hersteller spülmaschinenfest. Wer überwiegend Äpfel und Karotten presst, braucht das nicht; wer grüne Säfte macht, findet hier die Bauart dafür.

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Vorteile

  • horizontale Bauart mit langer Pressschnecke, laut Hersteller für Blattgemüse und Weizengras
  • Pressschnecke aus Edelstahl 304 statt Kunststoff laut Herstellerangabe
  • Teile laut Hersteller spülmaschinenfest

Nachteile

  • ein liegendes Gerät braucht mehr Stellfläche in der Tiefe als ein stehendes
  • keine Weite der Einfüllöffnung in Millimetern angegeben, anders als bei den vertikalen Geräten hier
  • der Hersteller nennt weder Motorleistung noch Größe des Saftbehälters
Vorratstrichter

Kuvings AUTO6 Slow Juicer, 1,7 Liter Vorratstrichter, 200 W, zwei Filtersiebe

Preisklasse€€€

Die Preisklasse oberhalb der übrigen, und sie kauft drei Dinge, die sonst nirgends in dieser Auswahl vorkommen: einen Vorratstrichter mit 1,7 Litern, der die Zutaten laut Hersteller selbsttätig nachschiebt; eine Spirale mit integrierter Schneidklinge, die vorzerkleinert; und zwei Filtersiebe, eines für Saft und eines für Sorbet. Der Hersteller gibt 15 Jahre Garantie auf den Motor. Ob der Abstand zu den Geräten darüber sich lohnt, entscheidet, wie oft das Gerät wirklich läuft.

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Vorteile

  • 1,7 Liter Vorratstrichter, laut Hersteller mit selbsttätigem Nachschub
  • zwei Filtersiebe für Saft und Sorbet laut Hersteller im Lieferumfang
  • laut Hersteller 15 Jahre Garantie auf den Motor

Nachteile

  • mit Abstand der teuerste Posten dieser Auswahl
  • 200 Watt, also weniger als die 250-Watt-Geräte der Mittelklasse
  • der Vorratstrichter baut hoch und braucht Platz nach oben
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Alle Slow Juicer bei Amazon

Wer eine bestimmte Farbe sucht, eine Einfüllöffnung zwischen den hier gezeigten Weiten oder eine Marke, die oben nicht vorkommt, findet in der Amazon-Suche den vollständigen Bestand — die acht Posten darüber sind eine Auswahl nach Öffnungsweite, Bauart und Preisklasse, keine Marktübersicht.

Ratgeber: Bauart, Öffnung, Reinigung

Vier Fragen entscheiden, welches Gerät auf die Arbeitsplatte gehört — und in dieser Reihenfolge sind die Abschnitte geordnet.

Kaltpresse oder Zentrifuge: der Unterschied, der den Namen erklärt

Beides heißt im Handel Entsafter, und beides macht Saft — die Mechanik dahinter ist aber eine völlig andere. Eine Zentrifuge reibt das Obst an einer schnell drehenden Scheibe auf und schleudert den Saft durch ein Sieb nach außen; das geht schnell und schäumt. Ein Slow Juicer dreht eine Schnecke mit 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute und quetscht das Obst gegen ein Sieb, wie eine Presse. Die Hersteller nennen dafür durchgehend zwei Folgen: weniger Schaum und weniger Trennung im Glas. Was sich außerdem unterscheidet, merkt man erst beim Gebrauch — ein Slow Juicer braucht länger und kommt dafür mit faserigem Zeug zurecht, an dem eine Zentrifuge scheitert. Geräte mit Zentrifuge stehen deshalb bewusst nicht auf dieser Seite; sie beantworten eine andere Frage.

Der Einfüllschacht: was „ganze Früchte“ wirklich heißt

Die Millimeterangabe im Produkttitel ist der ehrlichste Wert, den diese Gerätegattung hat, weil sie nachmessbar ist. Zwischen 108 und 145 Millimetern liegt in dieser Auswahl der ganze Unterschied zwischen „ein mittlerer Apfel geht gerade so“ und „ein großer Apfel fällt durch“. Was die Angabe nicht sagt: wie weit die Öffnung oben tatsächlich frei ist. Viele Geräte haben einen Deckel mit Klappe, und die Klappe ist schmaler als der Schacht darunter. Zwei Dinge lohnt es deshalb vor dem Kauf anzusehen: ob der Hersteller die Weite auf die Öffnung oder auf das Rohr bezieht, und ob im Deckel Klingen sitzen, die vorzerkleinern. Die gibt es in dieser Auswahl zweimal, und sie sind der Grund, warum manche Geräte auch mit harten Karotten ohne Vorschneiden zurechtkommen — sie sind aber auch zwei zusätzliche Teile beim Spülen.

Stehend oder liegend: die Bauart entscheidet über das Grünzeug

Ein vertikaler Slow Juicer trägt die Schnecke senkrecht; die Schwerkraft zieht das Obst nach unten, und das Gerät braucht auf der Arbeitsplatte wenig Grundfläche. Für Äpfel, Karotten, Zitrusfrüchte und Ingwer ist das die passende Bauart, und es ist die Bauart, die fast der ganze Markt anbietet. Ein horizontaler presst auf einer längeren Strecke, weil die Schnecke liegt — und genau das nennen die Hersteller für Blattgemüse, Stangensellerie, Kräuter und Weizengras, also für alles, was flach und faserig ist und in einem senkrechten Schacht nur nach unten rutscht. Der Preis ist Stellfläche in der Tiefe: Ein liegendes Gerät ist deutlich länger als ein stehendes. Wer grüne Säfte macht, sollte die Bauart nicht dem Zufall überlassen; wer Apfelsaft macht, merkt keinen Unterschied.

Reinigung, Verstopfung und was die Geräte dagegen tun

Der häufigste Grund, warum ein Entsafter im Schrank verschwindet, ist nicht der Saft, sondern das Spülbecken. Drei Angaben helfen, bevor man kauft: Aus wie vielen Teilen besteht das Gerät, sind sie spülmaschinenfest, und liegt eine Bürste für das Sieb bei. Die Bürste klingt nebensächlich und ist es nicht — ein feines Sieb lässt sich mit einem Schwamm nicht sauber bekommen. Die zweite Stelle ist die Rücklauffunktion: Faseriges Gemüse wickelt sich um die Schnecke, und auf Knopfdruck dreht das Gerät zurück und gibt es wieder frei. Sie ist bei den Geräten dieser Seite die Regel, nicht die Ausnahme, und wer viel Sellerie presst, braucht sie. Dazu kommt bei den meisten ein Anti-Tropf-Verschluss am Auslass, mit dem sich der Saftfluss stoppen lässt, um das Glas zu wechseln.

Was nicht auf diese Seite gehört

Zentrifugen-Entsafter stehen hier nicht, obwohl sie im Handel unter demselben Wort laufen — sie arbeiten anders und werden anders ausgesucht. Dampfentsafter ebenfalls nicht: Die kochen Obst aus und sind Einkochgerät, nicht Saftpresse. Entsafter-Vorsätze für Küchenmaschinen sind ein drittes Thema und stehen dort, wo die Maschine steht, nämlich unter Küchenmaschine für Teig & Fleischwolf. Eine Zitruspresse löst wieder etwas anderes und findet sich unter Küchenhelfer & Kleingeräte. Und Rezepte stehen hier bewusst nicht: Was sich mit einem Slow Juicer pressen lässt, hängt am Gerät, nicht am Rezept, und die Frage nach dem Gerät ist die, die diese Seite beantwortet.

Häufige Fragen zu Slow Juicern

Was ist der Unterschied zwischen Slow Juicer und Entsafter?

Ein Slow Juicer ist ein Entsafter, nur mit anderer Mechanik. Er presst das Obst mit einer langsam drehenden Schnecke gegen ein Sieb; der klassische Entsafter reibt es an einer schnell drehenden Scheibe auf und schleudert den Saft heraus. Die Hersteller nennen für die Kaltpresse durchgehend weniger Schaum und weniger Trennung im Glas. Dafür dauert es länger, und das Gerät hat mehr Teile.

Muss ich Äpfel vor dem Entsaften schneiden?

Das hängt an der Weite des Einfüllschachts. Geräte mit 108 bis 145 Millimetern geben laut Hersteller an, dass ein ganzer Apfel hineinpasst; bei schmaleren Schächten wird geviertelt. Kerngehäuse und Stiel können bei den meisten Geräten mit hinein, Kerne von Steinobst nicht — die gehören vorher heraus, weil sie die Schnecke blockieren.

Vertikal oder horizontal — was ist besser?

Das entscheidet nicht die Qualität, sondern das Pressgut. Für Äpfel, Karotten, Zitrusfrüchte und Ingwer reicht ein vertikales Gerät, und es braucht weniger Platz. Für Blattgemüse, Stangensellerie, Kräuter und Weizengras nennen die Hersteller ausdrücklich die horizontale Bauart, weil dort auf einer längeren Strecke gepresst wird. Wer beides macht, entscheidet nach dem, was öfter vorkommt.

Wie laut ist ein Slow Juicer?

Deutlich leiser als ein Gerät mit Zentrifuge — das schreiben praktisch alle Hersteller, und es folgt aus der Bauart: 50 bis 60 Umdrehungen in der Minute machen weniger Geräusch als mehrere tausend. Eine Zahl nennt allerdings kaum jemand. In dieser Auswahl gibt genau ein Hersteller einen Wert an, nämlich höchstens 45 Dezibel. Wo keine Zahl steht, ist „leise“ eine Beschreibung und keine Angabe.

Verantwortlich: Oliver Meier · Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026

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